Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Medien Test: So gut sind die AirPods wirklich
Nachrichten Medien Test: So gut sind die AirPods wirklich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:17 03.01.2017
Zuerst gab es Spott für die AirPods – aber jetzt ist die Nachfrage nach Apples drahtlosen Kopfhörer größer als das Angebot. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Leicht, klein und mit völlig neuem Bedienkonzept: Apples AirPods fallen auf. Nach der Präsentation ernteten Tim Cook und Co. zunächst jede Menge Lacher für das Design, das viele Spötter an die Köpfe elektrischer Zahnbürsten erinnerte. Wer sich aber auf die völlig neuartigen Kopfhörer einlässt, merkt schnell, dass die kleinen Klangstäbchen durchaus Substanz haben. Wir haben zu zweit zehn Tage lang die AirPods getestet – hier unser Ergebnis:

Bedienung / Design

“Einfach. Kabellos. Magisch“ bewirbt Apple seine AirPods. Der erste Eindruck ist Einfach. Ungewohnt. Denn es gibt keinerlei Knöpfe, mit denen sich etwa die Lautstärke regeln oder eine Bluetooth-Verbindung aufbauen ließe. Alle entscheidenden Basisfunktionen wie „lauter, leiser“, „nächster Titel“, „vorheriger Titel“, „Stopp“ etc. funktionieren per Siri-Sprachsteuerung. Der digitale Assistent wird über einen Double-Tap auf den Hörer aktiviert. Wer mit den Airpods nicht sprechen möchte, kann die Funktion des Doppeltippens auch ändern – dann lässt sich darüber jederzeit die Musik unterbrechen und wieder fortsetzen. Um ein Lied vor- oder zurückzuspringen, muss der Benutzer dagegen Siri aktivieren oder sein iPhone aus der Tasche ziehen.

Die Einrichtung ist denkbar einfach: Der Benutzer muss nur die Ladehülle öffnen, schon paaren sich die AirPods mit dem iPhone.

Besonders praktisch ist, dass die AirPods automatisch die Wiedergabe stoppen, sobald man den linken aus dem Ohr nimmt. Das gilt sowohl für Musik als auch für die Wiedergabe von Bewegtbild in iTunes, Netflix etc. Auch die Einrichtung auf dem iPhone ist denkbar einfach – man muss nur die Ladehülle öffnen und schon paaren sich die AirPods mit dem Telefon. Mit dem iPad oder dem Macbook lassen sich die Kopfhörer ebenfalls schnell und bequem verbinden. Das wird in den Einstellungen des Tablets über den Punkt „Bluetooth“ oder in der Menüleiste des Notebooks über „Ausgabegerät“ gemacht.

Klang

Die größte Überraschung ist der Klang. Wuchtig und mit vollem Bassvolumen, wo notwendig, dazu filigran und detailliert in den Höhen und in leisen (Klassik- und Jazz-)Passagen. Der Begriff Klangwunder wäre vielleicht etwas übertrieben, aber der harmonische Gesamteindruck sowie die Wucht der Wiedergabe sind schon mehr als erstaunlich. Hier ist Apple ein wirkliches Referenzprodukt in der Größenordnung gelungen. Die AirPods sind richtig ausgewachsene Hi-Fi-Kopfhörer, die es auch bei relativ geringer Lautstärke schaffen, ein vollständiges Klangbild abzuliefern und die Umgebung dabei, auch ohne elektronische Geräuschunterdrückung, hinreichend auszublenden.

Tragekomfort / Gewicht

Das Gewicht der AirPods ist eine Sensation: Nur vier Gramm wiegt einer der beiden Kopfhörer. Die Ladebox schlägt mit bescheidenen 38 Gramm zu Buche, so dass das Gewicht der gesamten AirPods kaum wahrnehmbar ist. Dasselbe gilt auch für die Ergonomie. Auch nach längerem Tragen sind die Kopfhörer erstaunlich angenehm, obwohl sie keinerlei Schaumstoffauskleidung haben, und sie sitzen auch beim Sport perfekt. In den zehn Tagen fielen sie kein einziges Mal aus den Ohren. Wem es trotzdem zu riskant ist, die kleinen AirPods ungesichert bei bewegungsintensiven Tätigkeiten zu tragen, dem sei als Zubehör eine Art Brillenkette für die Kopfhörer empfohlen, etwa die von Spigen.

Hardware

Der Kolibri unter den Kopfhörern (da wiegt der leichteste auch vier Gramm) steckt voller innovativer Technik. Ein M1-Chip sorgt für die notwendige Rechenleistung, um zwei Beamfoaming Mikrofone, zwei optische Sensoren, einen Bewegungs-Beschleunigungsmesser sowie einen Stimm-Beschleunigungsmesser anzutreiben. Positiv fällt auch die ökonomische Batterieleistung ins (Fliegen-)Gewicht. Die von Apple angegebenen fünf Stunden Wiedergabe der AirPods und mehr als 24 Stunden Wiedergabe mit Ladecase entsprechen ziemlich präzise der Realität. Und nach 15 Minuten Ladezeit haben die AirPods wieder Energie für drei Stunden Wiedergabe. Auch die Bluetooth-Verbindung ist störungsfrei.

Fazit

An Boses drahtlose Referenz-Kopfhörer QC35 kommen die kleinen Äpfel naturgemäß nicht heran. Die kosten allerdings auch rund 400 Euro und wiegen 234 Gramm. Aber in ihrer Gewichts- und Größenkategorie setzen die AirPods Maßstäbe. Besonders, was das innovative Bedien- und Ladekonzept angeht.

Von RND/Daniel Killy/Markus Werning

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Facebook hat das Foto einer antiken Statue blockiert: Aus Sicht des Unternehmens zeigte das Bild des nackten Neptuns aus Bologna „explizit sexuellen Inhalt“ und sollte deshalb gelöscht werden. Italiener reagierten entsetzt – Facebook ruderte zurück.

03.01.2017

Die Bundesregierung hatte die Ermittlungen gegen Jan Böhmermann wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes erst möglich gemacht. Laut einem Gerichtsbeschluss haben Medien Anspruch darauf zu erfahren, welche internen Einschätzungen zugrunde lagen.

02.01.2017
Medien ARD-Zweiteiler „Spur der Rache“ - Willkommen bei den Lauterbachs

Berühmte Eltern sind häufig Bürde für junge Schauspieler. Stets wird verglichen – jede Kleinigkeit, jede Geste, jedes Augenzwinkern. Im Fall der Lauterbachs braucht Maya den Vergleich nicht zu scheuen. Die 14-Jährige glänzt im ARD-Zweiteiler „Spur des Rache“ an Papa Heiners Seite.

01.01.2017
Anzeige