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Medien „The Voice of Germany“: Sein großes Ego wird diesem Kandidaten zum Verhängnis
Nachrichten Medien „The Voice of Germany“: Sein großes Ego wird diesem Kandidaten zum Verhängnis
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11:03 22.10.2018
Die Jury ist skeptisch: Michael Patrick Kelly, Yvonne Catterfeld, Mark Forster, Michi Beck und Smudo. Quelle: Pro7
Köln

Vielleicht hat sich Kandidat David Henn einfach in der Show geirrt – und dachte er sei beim „Bachelor“ gelandet und nicht bei der Castingshow „The Voice of Germany“. Zumindest hat er sich vor seinem Auftritt als der ultimative Womanizer ausgegeben – und geprahlt: Ich hab mit 50 Prozent meiner Anhänger hier geschlafen. Aber ich sage nicht, mit welchen.“

Als „Anhänger“ bezeichnete er seine Mitbewohner, drei Frauen und zwei Männer, die wohl offensichtlich Fans von ihm sind. Auch hätten ihn Backstage schon männliche und weibliche Kandidaten angegraben. Er habe das Zeug zum Superstar, gab Kandidat David Henn bei „The Voice of Germany“ vor seinem Aufritt zu Protokoll.

„The Voice of Germany“: Hochmut vor dem Auftritt

Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall: Auf der Bühne gab sich David Henn gefühlvoll und performte mit der Gitarre im Anschlag „Missing You“ von John Waite. „Das Lied kann ich im Schlaf singen“, sagte Henn noch vor dem Auftritt dem „Darmstädter Echo“. Er fühlte sich mit dem Song am sichersten und habe sich deswegen dafür entschieden. Ob das vielleicht das Problem war?

Immerhin findet Juror Smudo noch während des Auftritts: „Ich finde das halbtraurige ganz geil. Aber er liefert darüber hinaus nicht ab.“ Oder mangelte es an der Konzentrationsfähigkeit des Nachwuchstalentes? Laut eigener Aussage soll David Henn beim Auftritt noch angetrunken gewesen sein. Am Abend vorher hat er mit den anderen Kandidaten von „The Voice of Germany“ noch ziemlich gefeiert.

Woran es auch lag: Keiner der Juroren will den Nachwuchssänger in seinem Team haben – bei den Blind Auditions bleiben die Stühle der Jury-Mitglieder von der Bühne abgewendet. Sie lehnen den Kandidaten ab.

Auf Instagram zelebriert der Darmstädter sich selbst – und seinen ausschweifenden Lebensstil.

David Henn ließ sich auch für „Die Partei“ aufstellen

Immerhin: David Henn scheint um seine Selbstverliebtheit zu wissen. Im „Darmstädter Echo“ bezeichnet er sich als „ziemlich narzisstisch veranlagt“. Offensichtlich hat er aber auch noch eine andere Seite: Er hat sich als Bürgermeister-Kandidat für „Die Partei“ in Griesheim aufstellen lassen.

Bei den Blind Auditions in der Castingshow drehen sich die Juroren, Michael Patrick Kelly, Yvonne Catterfeld, Mark Forster, Michi Beck und Smudo von der Bühne weg, während die Kandidaten auftreten. Wollen sie einen Kandidaten zu sich ins Team holen, drehen sie sich wieder zurück zur Bühne.

In die nächste Runde haben es diese Kandidaten bei „The Voice of Germany“ geschafft:

Monica Lewis-Schmidt, 52, aus Köln mit dem Song „Respect“ von Aretha Franklin

Guiliano de Stefano, 24, aus Rankweil (Österrreich) mit „A Song For You“ von Donny Hathaway

Jeanie Schultheiß, 18, aus Isernhagen mit „Never Gonna Give You Up“ von Rick Astley

Sascha Coles, 32, aus Zweibrücken, mit dem Song „Take A Look Around“ von Limp Bizkit

Ludmila Larusso, 28, aus Köln, mit „Nessun Dorma“ von Kathrine Jenkins

Samuel Rösch, 23, aus Großrückerswalde, mit dem Song „Signal“ von Joris

Das Trio Misses Melaza – Disnay, 29, Mayelis, 44, Orielis, 34, aus Berlin mit „Échame la Culpa“ von Luis Fonsi und Demi Lovato

Bernarda Brunovic, 25, aus Dietikon (Schweiz), mit „I Heard It Through The Grapevine“ von Marvin Gaye

Von RND

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