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Medien Plant Oscar-Kandidat Donnersmarck nach „Werk ohne Autor“ eine Alien-Wikinger-Serie?
Nachrichten Medien Plant Oscar-Kandidat Donnersmarck nach „Werk ohne Autor“ eine Alien-Wikinger-Serie?
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10:37 06.09.2018
Florian Henckel von Donnersmarck will ins Geschäft mit Comic-Verfilmungen einsteigen: der Comic „Thorgal“ soll das neue Projekt des Oscar-Preisträgers werden. Quelle: Ole Spata/dpa
Hannover

Der Name Florian Henckel von Donnersmarck ist fest verbunden mit Erzählungen von der deutschen Geschichte – ob dies nun sein Oscar-Gewinner „Das Leben der anderen“ von 2007 ist oder sein neuer Oscar-Kandidat „Werk ohne Autor“, der gerade beim Filmfestival Venedig Premiere gefeiert hat.

Natürlich, Donnersmarck hat sich auch anderen Themen zugewandt: Wie dem Edel-Gangster-Thriller „The Tourist“ mit Johnny Depp und Angelina Jolie. Doch ins kollektive Gedächtnis ist er damit nicht eingedrungen.

Donnersmarck, der Comic-Verfilmer?

Gerade erst kann sich Donnersmarck von seiner Oscar-Nominierung und der Premiere von „Werk ohne Autor“ erholt haben, doch gedanklich scheint er schon wieder beim nächsten Schritt zu sein. Wie der Branchenblog „Variety“ berichtet, hat sich der deutsche Vorzeige-Regisseur mit seinem neuen Projekt einem ganz anderen Genre zugewandt: Fantasy. Die Handlung des polnisch-belgischen Comics „Thorgal“ will er in Serienform gießen. Der Titel sei schon seit etwa zwei Jahren auf der Wunschliste des Filmemachers, doch stehe Thorgal „ganz oben auf der Prioritätenliste für das nächste Projekt“, zitiert Variety den Regisseur. Thorgal sei komplexer als „Game of Thrones“ und komplexer. Deswegen würde er den Stoff auch als Serie drehen und nicht als Film planen. Donnersmarck scheint ein Thorgal-Fan zu sein: Die Geschichten des Alien-Wikingers hätten sich großartig in Dutzenden von Büchern entwickelt.

Thorgal: wilder Mix aus Alien, Fantasy und Wickingern

Thorgal Ägirsson ist ein Waisenkind aus einer Raumkapsel, das von einem Wikingerstamm im siebten Jahrhundert aufgezogen wird. In der Geschichte wimmelt es nur so von mythischen Figuren: Götter und Fabelwesen versuchen ebenso sehr wie machthungrige Menschen und Fanatiker, das Leben des Comichelden schwer zu machen – Heldentaten verbringt er natürlich trotzdem. Eine die Serie durchdringende Frage ist, woher Thorgal wirklich stammt. Thorgal ist bereits 1977 im französischen Comicverlag „Le Lombard“ veröffentlicht worden. In Deutschland gibt es die Geschichten derzeit beim Splitter-Verlag zu lesen. Autor ist Jean Van Hamme, Grzegorz Rosinski hat den Comic gezeichnet.

Von Geraldine Oetken / RND

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