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Medien Trump sperrt CNN aus – Melania guckt trotzdem
Nachrichten Medien Trump sperrt CNN aus – Melania guckt trotzdem
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09:10 26.07.2018
Donald und Melania Trump sind sich bei CNN nicht einig. Quelle: dpa/Montage
Washington

Uneinigkeit herrscht bei den Trumps offenbar beim Thema CNN. Während eine CNN-Reporterin nach eigenen Angaben wegen Fragen an US-Präsident Donald Trump von einem Pressetermin des Weißen Hauses ausgeschlossen worden ist, hält Melanie Trump an dem Nachrichtensender fest. Sie werde „jeden Kanal schauen, den sie will“, sagte ihre Sprecherin Stephanie Grisham dem Sender.

Zuvor hatte es Berichte gegeben, Donald Trump sei enttäuscht gewesen, weil an Bord seiner Air Force One der Kanal lief. Er habe seine Mitarbeiter zurechtgewiesen, weil sie die Anweisung, auf jeder Reise den Nachrichtensender Fox einzuschalten, missachtet hatten. Verursacherin des Zwischenfalls war offenbar die First Lady: „Melania Trump schaut, was sie will“, hieß es in einer Mitteilung ihrer Sprecherin Stephanie Grisham. Der Sender selbst reagierte beim Kurznachrichtendienst Twitter mit einem ironischen Kommentar:

Dabei macht der US-Präsident kein Geheimnis daraus, dass er auf CNN nicht gut zu sprechen ist. So veröffentlichte der Sender erst kürzlich einen Mitschnitt eines Gesprächs mit seinem ehemaligen Anwalt Michael Cohen. Aus der heimlichen Aufzeichnung gingen Details über eine mögliche Zahlung an ein früheres Playmate hervor. Ein Twitter-Video zeigt, wie Trump auf das Logo des Sender einprügelt. Dazu setzt er den Hashtag #FraudNewsCNN.

Weißes Haus schließt CNN-Reporterin aus

Wie weit die Abneigung Trumps geht, zeigte sich am Mittwoch bei einem gemeinsamen Termin von Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Mitarbeiter des Weißen Hauses hätten einer Reporterin den Zutritt zum Rosengarten verweigert, wo die Einigung im Handelsstreit verkündet wurde, sagte Korrespondentin Kaitlan Collins. Ihr Ausschluss sei mit „unangemessenen“ Fragen begründet worden, die sie vorher an den US-Präsidenten gerichtet habe. Diese drehten sich um Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen.

Der TV-Sender CNN kritisierte den Umgang mit seiner Reporterin. „Nur weil dem Weißen Haus eine Frage über die Nachricht des Tages nicht behagt, heißt das nicht, dass die Frage nicht relevant ist oder nicht gefragt werden sollte“, teilte das Medienhaus mit. Den Ausschluss von Collins bezeichnete es zudem als „Vergeltung“, was „nicht auf eine offene und freie Presse“ hindeute. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht.

Von RND/are/ap