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Panorama 30 Kilo abgespeckt: GZSZ-Star verrät sein Diät-Geheimnis
Nachrichten Panorama 30 Kilo abgespeckt: GZSZ-Star verrät sein Diät-Geheimnis
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20:50 23.10.2018
Der Schauspieler Thomas Drechsel verrät, wie er 30 Kilogramm abgenommen hat. Quelle: Jörg Carstensen/dpa

Wie sind Sie als Schauspieler auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?

Ich habe in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung durchgemacht. Viele Leute haben mich gefragt, wie ich das geschafft habe. Ich wollte ihnen gerne meine ganze Geschichte erzählen. Das Buch ist jetzt kein Abnehm-Ratgeber im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Art autobiografischer Glücks-Ratgeber geworden.

In Ihrem Buch beschreiben Sie, wie ein Routinebesuch beim Arzt und die Warnung vor Schlaganfällen und Diabetes bei Ihnen ein Umdenken ausgelöst haben. Hatten Sie Angst um ihr Leben?

Der Besuch beim Arzt war natürlich ein Schuss vor den Bug und hat Bilder in meinem Kopf ausgelöst, die mir schon Angst gemacht haben. Meine Oma hatte Diabetes – die Ärzte mussten ihr ein Bein amputieren. Dieses Risiko möchte ich bei mir selbst minimieren, aber dafür muss erstmal der Wille da sein.

Sind Ihre Gesundheitswerte seit dem Abnehmen besser geworden?

Ja. Als die 30 Kilo runter waren, habe ich beim Arzt ein großes Blutbild machen lassen. Da waren die Werte wieder vollkommen in Ordnung.

Wenn man so viel abnimmt, kann es passieren, dass die Haut an einigen Stellen hängt. Wäre eine OP für Sie eine Option gewesen?

Nein, das war kein Problem. Ich habe während des Abnehmens Sport gemacht und so gleichzeitig Muskeln aufgebaut. Anfangs hat es mich tierisch aufgeregt, dass ich mich trotz des Abnehmens nicht richtig bewegen konnte. Yoga hat mir da sehr geholfen.

Wie waren die Reaktionen auf ihre äußerliche Verwandlung?

Viele Leute waren begeistert und wollten von mir wissen, wie ich das geschafft habe. Meine Freunde sagen, ich bin frischer und entspannter geworden.

Im Buch klingt Ihr Ernährungsplan schon sehr konsequent. Gönnen Sie sich auch mal was?

Na klar. Man muss Ernährungsumstellung und Abnehmphase auseinanderhalten. In der Abnehmphase muss man konsequent sein und sich erst mal gesund machen. Wenn du in der Abnehmphase schon dauernd Cheatdays einlegst, dann ist der Wille einfach nicht da. Aber seit ich die 79 Kilo halte, ist auch mal ein Jungs-Wochenende mit Partys, Burgern und Bier drin, bei dem ich kein bisschen auf die Kalorien achte. Das Wichtige ist, dass man sich unter der Woche gut ernährt. Ich habe mich früher immer gefragt, warum alle anderen nach so einem Wochenende nicht zunehmen. Aber die essen dann unter der Woche einfach wieder mehr Obst. Dann bleibt man auch schlank.

Gehen Sie jeden Tag auf die Waage?

Nein. Höchstens ein Mal pro Woche.

In Ihren Erzählungen aus der Kindheit klingen Sie sehr selbstbewusst und zufrieden mit Ihrem Gewicht. In den Rückblenden sieht das schon anders aus. Würden Sie sagen, ihr Selbstbild hat sich mit der Zeit geändert oder haben Sie sich früher was vorgemacht?

Ich denke, man kann auf verschiedenen Ebenen glücklich sein. Früher habe ich mir mein Glück von außen geholt, mich von Problemen abgelenkt, gut gegessen, viel geshoppt und gefeiert und mich selbst nicht hinterfragt. Heute bin ich entspannter, gefestigter und einfach cool drauf. Ich versuche mich nicht mehr zu vergleichen und immer mehr haben zu wollen, bin da aber selbst noch auf dem Weg.

Wie sehen sie übergewichtige Menschen heute?

Viele dicke Menschen fühlen sich in ihrer Komfortzone sehr wohl. Ich war übergewichtig, weil ich, was Essen anging, total maßlos war. Es gibt aber auch Krankheiten, die zu Übergewicht führen, da will ich nicht von mir auf andere schließen. Aber wenn ich wirklich was verändern will, dann nehme ich drei Monate Verzicht in Kauf.

Was die große Liebe angeht, sind Sie bisher noch auf der Suche. Könnten Sie damit leben, wenn eine Frau nicht so sehr auf gesunde Ernährung achtet wie Sie?

Da ich zuhause der Koch bin, würde die Frau, die mit mir zusammenlebt, sowieso abnehmen (lacht). Aber mal im Ernst: Auf das Aussehen kommt es doch gar nicht an. Ich will keine angemalte Frau und auch kein Schaufensterpüppchen. Die Hauptsache ist doch, dass sie glücklich mit sich selbst ist.

Was haben Sie mit den alten Klamotten gemacht?

Fünf oder sechs alte T-Shirts habe ich zum Schlafen aufgehoben, der Rest kam weg. Da werde ich nie wieder hinkommen.

Ihre erste Rolle in „Sumo Bruno“ haben Sie damals auch wegen Ihres Gewichts bekommen. Haben Sie Angst, dass die Angebote nun ausbleiben?

Nein, wenn es mit GZSZ mal aus sein sollte, gibt es für mich keine Medienwelt mehr. Ich komme aus einem bodenständigen Elternhaus. Für die Unsicherheiten des Künstlerlebens bin ich nicht gemacht. Nach meinem Serien-Dasein möchte ich gerne eine richtige Lehre machen.

Was würden Sie anderen Leute raten, die abnehmen wollen, es aber einfach nicht schaffen?

Das Wichtigste ist der Wille wirklich etwas zu ändern. Wenn der da ist, läuft fast alles von allein. Außerdem sollte man immer versuchen, sich selbst etwas Gutes zu tun, sein Ziel vor Augen zu behalten und sich selbst wie seinen besten Freund zu behandeln.“

Von Christin Jahns/RND

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