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Panorama Auf der Autobahn: Auto stößt mit Drohne zusammen
Nachrichten Panorama Auf der Autobahn: Auto stößt mit Drohne zusammen
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21:50 29.01.2017
Eine Autofahrerin ist im oberbayerischen Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) mit einer Drohne zusammengestoßen (Symbolbild). Quelle: dpa
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Germering

Auf einer Autobahn in Oberbayern ist eine Autofahrerin mit einer Drohne zusammengestoßen. Das 1,2 Kilogramm schwere Fluggerät und das Fahrzeug der Frau kollidierten am Sonnabend auf der A99 nahe Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck), wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Dabei wurde die Front des Wagens beschädigt, die Autofahrerin und ihre Beifahrerin blieben jedoch unverletzt.

Drohnen-Pilot meldet sich

Das vorausfahrende Fahrzeug habe noch bremsen und ausweichen können, berichtete die Münchener Abendzeitung. Aber die 49-jährige Fahrerin aus Freising habe nicht mehr rechtzeitig reagieren können. Zunächst war unklar, wie die Drohne auf die Fahrbahn gekommen war. Die Polizei vermutete, dass der Akku der Drohne leer war. Sie stellten die Reste des Geräts und eine Kamera sicher.

Später meldete sich der Drohnenpilot, ein 51 Jahre alter Münchner, bei der Polizei. Ihm zufolge sei die Drohne aufgrund eines technischen Defekts oder eines Bedienfehlers weggeflogen, außer Sicht geraten und auf der Autobahn gelandet. Die Beamten ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen den Mann.

Die Drohne stand auf der Fahrbahn, als das Auto sie erfasste. Gestartet sei das Fluggerät im Münchner Stadtteil Neuaubing, nur wenige Kilometer vom Unfallort entfernt.

Strengere Vorschriften für Drohnen geplant

Am deutschen Himmel fliegen immer mehr private Drohnen, Schätzungen zufolge waren es 2016 schon etwa 400.000 – mittlerweile dürften es deutlich mehr sein, denn der Einzelhandel rechnete im Weihnachtsgeschäft mit dem Verkauf von Zehntausenden zusätzlichen Fluggeräten. Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl nach jüngsten Prognosen sogar auf rund 1,1 Millionen steigen.

Die Politik reagiert. Für die unbenannten Fluggeräte sollen strengere Vorschriften gelten. Die Bundesregierung drängt darauf, dass Drohnen künftig grundsätzlich nur noch in Sichtweite des Piloten fliegen dürfen. Über besonders sensiblen Gebieten – etwa in der Nähe von Flughäfen oder Regierungsgebäuden – soll ein absolutes Flugverbot gelten. Die Bundesregierung will auch den Überflug von Wohngebäuden untersagen.

Von dpa/RND

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