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Panorama Bericht: "Curiosity" könnte Wasser auf dem Mars verunreinigen
Nachrichten Panorama Bericht: "Curiosity" könnte Wasser auf dem Mars verunreinigen
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14:30 11.09.2012
Schleppt der Marsroboter «Curiosity» irdische Keime auf den Roten Planeten? Quelle: Nasa

Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory nahe Los Angeles hatten eine Bohrerspitze am Arm der "Curiosity" befestigt, für den Fall, dass der Roboter diese nach der Landung nicht automatisch einsetzen könne. Nun wird befürchtet, dass die einst sterile Bohrerspitze Keimen ausgesetzt gewesen und damit kontaminiert sein könnte.

Zwar sei es sehr unwahrscheinlich, dass Keime die Reise zum Mars und die Landung dort überleben könnten, hieß es. Eine Verunreinigung sei dennoch möglich, falls der Forschungsroboter Wasser auf dem Planeten entdecke. In feuchten Umgebungen haben Keime gute Überlebenschancen. "Curiosity" könne aber auch mit Hilfe eines Lasers oder eines Spektrometers Wasser aus der Ferne analysieren.

Ein Nasa-Mitarbeiter verteidigte das Vorgehen. Es sei eher unwahrscheinlich, Wasser oder Eis nahe der Oberfläche im Gale-Krater, in dem "Curiosity" gelandet war, zu finden, sagte David Lavery vom Nasa-Hauptquartier dem Blatt. "Wir haben das gegen das Risiko abgewägt, vor dem Start keine Bohrerspitze einzusetzen und damit überhaupt keine Löcher auf dem Mars bohren zu können."

Andere Nasa-Mitarbeiter sprachen dem Bericht zufolge ebenfalls von einem kalkulierten Risiko. Eine Expertin der Weltraumbehörde kritisierte aber, dass sie nicht rechtzeitig davon erfahren habe. "Sie hätten das nicht tun sollen, ohne mich zu informieren", so Catharine Conley, die für den Schutz von Planeten zuständig ist.

Die Regeln der Nasa schreiben vor, dass alle Instrumente, die mit der Oberfläche des Mars in Berührung kommen, vorher sterilisiert werden müssen. Damit soll eine Verunreinigung des Planeten mit Mikroben vermieden werden.

"Curiosity" war am 6. August gelandet. Er soll über einen Zeitraum von zwei Jahren den Roten Planeten untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, ob Voraussetzungen für Leben auf dem Mars gegeben sind.

dpa

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