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Panorama Bericht: Tatverdächtiger widerruft Teilgeständnis im Mordfall Peggy
Nachrichten Panorama Bericht: Tatverdächtiger widerruft Teilgeständnis im Mordfall Peggy
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22:56 12.12.2018
Die neunjährige Peggy war im Mai 2001 spurlos verschwunden. Quelle: Daniel Peter/dapd
Lichtenberg/Bayreuth

Der Tatverdächtige im Mordfall Peggy hat sein Teilgeständnis in dem Mordfall widerrufen. Vor drei Monaten hatte der Mann in einer Vernehmung zugegeben, die tote Neunjährige im Mai 2001 mit seinem Auto in den Wald gebracht zu haben. Nach Angaben seines Anwalts nahm der 41-Jährige dieses Teilgeständnis nun zurück, wie der Bayerische Rundfunk (BR) am Mittwoch berichtete. Den Mord an dem Mädchen hatte er stets bestritten.

Der Tatverdächtige erhebt laut BR schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Die Beamten hätten seinen Mandanten bei der Vernehmung im September stark unter Druck gesetzt, sagte der Anwalt dem Sender. „Er wollte irgendwann nur noch aus dieser Situation heraus und hat deshalb dann einfach das gesagt, was man von ihm hören wollte.“ Der Anwalt sei „überzeugt, dass er weder mit der Tötung von Peggy noch mit der Verbringung der Leiche etwas zu tun hat.“

Der Anwalt des Tatverdächtigen kündigt Beschwerde an

Am Dienstag war gegen den Mann aus Oberfranken Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft soll der Mann „Täter oder Mittäter“ gewesen sein. Sein Anwalt kündigte unterdessen Beschwerde gegen den Haftbefehl an.

Peggy war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Etwa 15 Jahre später hatte ein Pilzsammler das Skelett zufällig in einem Wald bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis entdeckt – knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg in Oberfranken entfernt.

Von RND/jra