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Panorama Deutsche Golflegende als Trumps Kronzeuge?
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12:53 26.01.2017
Freunde oder nicht? Donald Trump und Bernhard Langer kennen sich schon länger. Quelle: dpa
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Washington

Laut New York Times erwähnte der neue Chef im Weißen Haus gegenüber führenden US-Parlamentariern, dass sein „Freund“ Langer ihm berichtete habe, am Tag der Präsidentschaftswahl in Florida in einer langen Schlange vor dem Wahllokal gestanden, um dann abgewiesen worden zu sein. Obwohl vor und hinter ihm viele gestanden hätten, die wählen durften, obwohl sie „nicht so ausgesehen hätten“, als ob sie ihre Stimme hätten abgeben dürfen. Soweit – so unklar.

Soweit Donald Trump. Einen Tag später hatte er über sein Lieblingsmedium Twitter großspurig eine Untersuchungskommission über illegale und doppelt registrierte Wähler angekündigt, deren Zahl er auf über fünf Millionen schätzte, und die alle nach seiner Logik für Hillary Clinton gestimmt hätten.

Hat Tochter Tiffany doppel gewählt?

Nun stellt sich heraus, dass ausgerechnet auch zwei nahe Vertraute Trumps doppelt registriert waren. Seine jüngste Tochter Tiffany aus zweiter Ehe mit Marla Maples stand auf den Wahlbögen in Pennsylvania und New York. Generell ist es nicht verboten, sich in zwei Staaten für die Wahl zu registrieren. Nur wer auch doppelt wählen geht, macht sich strafbar. Im Fall von Tiffany ist es so, dass sie in Pennsylvania lebt, in New York aber zur Uni geht.

Durfte in zwei Staaten wählen und müsste nun ins Visier der Ermittlungen von Donald Trump wegen Wahlbetrug geraten: die 22-jährige Tiffany Trump. Quelle: AP

Zweiter Trump-Anhänger, der im November bei der US-Wahl in zweit Staaten hätte wählen dürfen, ist sein Berater Steve Bannon. In Florida und New York tauchte der prominente Name auf. Bannon soll noch beantragt haben, seinen Namen von der Liste des Sunshine-States zu löschen.

Und welche Rolle spielt nun Bernhard Langer? Auf Nachfragen der New York Times hatte Bernhard Langers Tochter Christina die Geschichte etwas anders dargestellt. In der Tat habe ihr Vater Bernhard Trump bei einem Abendessen getroffen.

Nur: Der Golfer habe nie vor dem Wahllokal angestanden, denn er habe zwar eine Dauer-Aufenthaltserlaubnis für die USA, nicht aber die US-Staatsbürgerschaft und sei folglich gar nicht wahlberechtigt. Vielmehr habe Langer Trump nur erzählt, was einem Nachbarn nach eigenen Angaben am Wahltag passiert sei. Warum ihm die Stimmabgabe verweigert wurde, ist nicht bekannt. Abschließend stellte Tochter Christina noch richtig, dass ihr Vater „kein Freund von Präsident Trump“ sei.

Von RND/sin/cab

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