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Panorama Die traurige Geschichte hinter den sechs süßen Baby-Schildkröten
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14:42 04.10.2018
Pfleger halten im Kölner Zoo kleine seltene Burmesische Sternschildkröten im Kölner Zoo. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
Köln

Seltener Nachwuchs im Kölner Zoo: Sechs junge Burmesische Sternschildkröten sind dort in den vergangenen Wochen zur Welt gekommen. Es sei der erste Zoo in Deutschland, dem eine Nachzucht dieser vom Aussterben bedrohten Art gelungen sei, teilte ein Sprecher mit. Die Sternschildkröte komme in der Natur nur noch in Zentral-Myanmar vor.

Dass die Schildkröten-Babys überhaupt in Köln zur Welt gekommen sind, hat einen traurigen Hintergrund: Die Eltern der Jungtiere leben seit 2011 in dem Zoo, sie wurden von Polizei und Zoll bei einer große Aktion beschlagnahmt. Damals wurden rund 600 Amphibien, Reptilien und andere Tiere – darunter stark bedrohte Arten – sichergestellt. Die Behörden brachten die teils sehr kranken Tiere in den Kölner Zoo.

Seltener Nachwuchs im Kölner Zoo: Sechs junge Burmesische Sternschildkröten sind dort zur Welt gekommen. Es ist der erste Zoo in Deutschland, dem eine Nachzucht dieser vom Aussterben bedrohten Art gelungen ist.

Die Mitarbeiter päppelten die beiden Sternschildkröten wieder auf. Im Frühling dieses Jahres fanden sie dann die ersten befruchteten Eier. Aus ihnen schlüpften nach knapp fünfmonatiger Inkubationszeit in einer Brutmaschine zwischen Juli und September insgesamt sechs Junge. Sie waren bei der Geburt etwa vier Zentimeter lang und wogen 20 Gramm. Ausgewachsen erreicht die Panzerlänge dieser Landschildkrötenart durchschnittlich 30 Zentimeter.

Von RND/dpa