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Erneut Massenflucht aus mexikanischem Gefängnis

Kriminalität Erneut Massenflucht aus mexikanischem Gefängnis

132 Häftlingen ist am Montag die Flucht aus einem Gefängnis im Norden Mexikos nahe der Grenze zu den USA gelungen. Die spektakuläre Flucht ereignete sich in Piedras Negras.

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Polizisten vor dem Gefängnis von Piedras Negras. Mehr als 130 Häftlingen gelang hier die Flucht.

Quelle: Adriana Alvaro

Mexiko-Stadt. Die Gefangenen seien durch einen Tunnel ins Freie gelangt, wie die Behörden mitteilten.

Nach den Flüchtigen wurde eine Großfahndung eingeleitet, bei der auch die US-Behörden eingeschaltet wurden. Der Direktor und das Wachpersonal der Anstalt werden von der Staatsanwaltschaft vernommen.

Nach Angaben des Generalstaatsanwaltes des Bundesstaates Coahuila, Homero Ramos, war der Tunnel 1,20 Meter breit und sieben Meter lang. Der Zugang befand sich in einer ehemaligen Holzwerkstatt im Gefängnisbereich. Für Hinweise zur Ergreifung jedes einzelnen Geflohenen setzten die Behörden eine Belohnung in Höhe von umgerechnet rund 12 000 Euro aus.

Wie lokale Zeitungen berichteten, kam es am Montagabend (Ortszeit) zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Killern, von denen vier getötet wurden. Es sei nicht ausgeschlossen worden, dass es sich dabei um einige der Flüchtlinge handelte, hieß es.

Die Massenflucht ist eine der größten, die in den vergangenen Jahren in Mexiko registriert wurden, wie mexikanische Medien berichteten. Im Dezember 2010 brachen aus einem Gefängnis im Nachbarstaat Nuevo Laredo 141 Häftlinge aus.

In Mexiko brechen Häftlinge häufig aus den Gefängnissen aus, oft helfen ihnen bestochene Wächter dabei. Allein im Dezember 2011 waren aus zwei Gefängnissen im Norden des Landes insgesamt 226 Häftlinge geflohen.

dpa

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