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Panorama Fall Peggy Knobloch: Mutter appelliert an Tatverdächtige
Nachrichten Panorama Fall Peggy Knobloch: Mutter appelliert an Tatverdächtige
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20:15 15.02.2019
Gedenkstein für Peggy Knobloch: Die sterblichen Überreste des 2001 verschwundenen Mädchens wurden 2016 gefunden, aber bislang nicht zur Bestattung freigegeben. Quelle: picture-alliance/ Markus Führer/dpa
Halle

„Ich will Gerechtigkeit für sie“, sagte Susanne Knobloch (46) der „Bild“-Zeitung. „Sie“, damit ist Peggy gemeint, die Tochter der Altenpflegerin aus Halle, die vor 18 Jahren im Alter von neun Jahren spurlos verschwand. Im Juli 2016 entdeckte ein Pilzsammler in einem Waldstück in der Nähe des thüringischen Rodacherbrunn Skelettteile, die sich nach einer DNA-Analyse als sterbliche Überreste des Mädchens herausstellten.

Der aktuelle Tatverdächtige wurde aus der U-Haft entlassen

Der ursprüngliche Verdächtige, Ulvi K. (41) aus Lichtenberg, 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt, wurde 2014 nach einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. Der am 11. Dezember verhaftete aktuelle Tatverdächtige Manuel S. (41) – er hatte laut „Bild“ in einem zehnstündigen Verhör die Beseitigung der Leiche Peggys gestanden – wurde an Heiligabend aus der U-Haft entlassen. Grund: beanstandete Verhörmethoden und die angebliche Verweigerung eines Rechtsbeistands.

Susanne Knobloch wendete sich nun in der „Bild“-Zeitung (Online-Ausgabe) mit einem Appell an die möglichen Täter: „Sagt endlich die Wahrheit! Warum habt ihr mich 18 Jahre lang mein Kind nicht beerdigen lassen?“

Anklage wird bislang nicht erhoben

Das Landgericht Bayreuth bestätigte die Aufhebung des Haftbefehls am Mittwoch. Dringender Tatverdacht bestehe gegen Manuel S. bezüglich der „Verbringung der Peggy K. zum Ablageort“. Bezüglich des Mordes selbst, so die „Bild“, sähe man in Bayreuth aber keinen dringenden Tatverdacht. Anklage wird bislang nicht erhoben. Die sterblichen Überreste Peggys sind immer noch nicht freigegeben.

Von RND

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