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Panorama Fall Rebecca: Polizei setzt Suche in Brandenburg fort – mehr als 1000 Hinweise
Nachrichten Panorama Fall Rebecca: Polizei setzt Suche in Brandenburg fort – mehr als 1000 Hinweise
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11:45 09.03.2019
Die Polizisten setzen ihre Suche auch am Samstag fort. Quelle: Britta Pedersen/dpa
Berlin

Die Suche im Fall der verschwundenen 15-jährigen Rebecca aus Berlin geht auch am Samstag weiter. Die Suche werde in einem weitläufigen Waldgebiet südöstlich von Berlin fortgesetzt, frühestens am späten Vormittag, sagte eine Polizeisprecherin am Samstagmorgen. Erneut werde das weitläufige Waldgebiet bei Kummersdorf rund 50 Kilometer südöstlich von Berlin durchkämmt

Es sollen wieder Spürhunde zum Einsatz kommen. Bereits am Donnerstag und Freitag hatten Polizisten einen Wald bei Kummersdorf, einem Ort in Brandenburg, bisher ohne Erfolg durchkämmt.

Rebecca war am 18. Februar in den frühen Morgenstunden aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin verschwunden. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass sie getötet wurde. Etliche Hinweise gingen seitdem bei der Polizei ein, viele davon nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vom Mittwochabend.

Überblick

Fall Rebecca – die wichtigsten Fakten in der Übersicht

Inzwischen seien in den knapp drei Wochen mehr als 1000 Hinweise zu dem Fall eingegangen, sagte die Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die würden alle geprüft und dann je nach möglicher Bedeutung priorisiert. Dabei seien aber auch viele Hinweise, die nicht brauchbar seien.

Darunter waren auch mindestens einer oder mehrere auf den Wald zwischen den kleinen Orten Kummersdorf und Wolzig in der Umgebung von Storkow. Möglicherweise sah dort jemand das rote Auto des Schwagers von Rebecca.

Kameras registrierten Auto

Das Auto war am Vormittag des 18. Februar und am Abend des 19. Februar auf der nahe gelegenen A12 von einem automatischen Erfassungssystem registriert worden. Die Kameras hängen an einer Brücke über der Autobahn direkt an der Ausfahrt Storkow.

Nach Angaben der Polizei ist der Schwager der einzige Mensch, der zu den genannten Zeitpunkten mit dem Auto gefahren sein kann. Die Fahrten sollen überhaupt nicht zu seiner erzählten Version passen. Der Mann sitzt als Verdächtiger in Untersuchungshaft und schweigt laut Polizei zu den Beschuldigungen.

Chronologie der Ereignisse

18. Februar: Rebecca wird als vermisst gemeldet

21. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fahndungsbilder

23. Februar:
Ermittler gehen von Verbrechen aus

26. Februar:
Rebeccas Familie bereitet ein Detail Kopfzerbrechen

28. Februar:
Der Schwager wird erstmals festgenommen

01. März:
Rebeccas Schwager wird aus U-Haft entlassen

04. März:
Erneuter Haftbefehl gegen Schwager

05. März:
Neue Beweise belasten Schwager schwer

06. März:
Polizei veröffentlicht Fotos des Schwagers

07. März:
Großaufgebot der Polizei startet Suche in Brandenburg

Von RND/dpa