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Panorama Nach Havarie: Fregatte verliert Öl
Nachrichten Panorama Nach Havarie: Fregatte verliert Öl
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14:08 08.11.2018
Von Frank Behling
Die neue norwegische Fregatte "Helge Ingstad" verliert Öl. Quelle: Screenshot
Bergen

Das Unglück ereignete sich morgens gegen 4 Uhr in der Nordzufahrt zum norwegischen Hafen Bergen. Der 250 Meter lange Rohöltanker "Sola TS" hatte gerade vom Ölterminal Sture abgelegt und wollte im Hjeltefjord die offene See ansteuern. In der Fjordzufahrt befand sich die von dem Großmanöver "Trident Juncture" kommende Fregatte "Helge Ingstad". Beide Schiffe kollidierten unweit des Ölterminals Sture. 

Die erst 2009 in Dienst gestellte Fregatte wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Tanker schwer beschädigt. Die Besatzung konnte das Schiff aber noch auf der felsigen Küste nahe des Ölterminals auf Grund setzen. Mehrere Spezialschiffe, Schlepper und Einheiten Marine sind bei der Fregatte. Ziel ist es, den Rumpf durch den Einsatz von Pumpen zu stabilisieren.

Unklar, ob die Fregatte gehalten werden kann

Zwei Schlepper drücken das Schiff derzeit gegen das Ufer. Die Crew hat die "Helge Ingstad" am Morgen jedoch verlassen verlassen müssen, nachdem das Schiff mehr als 20 Grad Schlagseite bekam. Ob die Fregatte gehalten werden kann, sei noch unklar, so ein Sprecher der lokalen Feuerwehr. 

Die Fregatte gehört zur "Fridtjof Nansen"-Klasse. Diese in Spanien gebauten Schiffe sind die modernsten Einheiten der Marine Norwegens. Zur Ausrüstung gehören Flugkörper zur Bekämpfung von Land- Luft und Seezielen. Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Fregatte als Teil des Nato-Einsatzverbandes 1 (SNMG1) unterwegs. Der Verband gehört zu den Krisenreaktionskräften der Nato und steht derzeit unter dänischem Kommando.

Tanker ist nur leicht beschädigt

Der Rohöltanker "Sola TS" musste nach der Havarie zur Untersuchung unweit der Unglücksstelle vor Anker gehen. An Bord laufen Untersuchungen. Der Tanker hat nach ersten Angaben jedoch nur leichte Schäden am Bug davon getragen. Das 2017 gebaute Schiffe hat eine Vermessung von 62557 BRZ. Das Schiff kann bis zu 100.000 Tonnen Rohöl an Bord laden.

Zuletzt war die US-Marine von schweren Havarien betroffen. 17 Seeleute starben bei zwei Kollisionen von Zerstörern im vergangenen Jahr. Am 21. August 2017 hatte der US-Zerstörer "John S. Mc Cain" vor Singapur einen Zusammenstoß mit einem Tanker. Dabei starben allein zehn Soldaten. Im Juni 2017 hatte der US-Zerstörer "Fitzgerald" vor Japan eine Kollision mit einem Containerschiff.

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