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Panorama Gar nicht so umständlich: Stilvolle Schwangerschaftsmode
Nachrichten Panorama Gar nicht so umständlich: Stilvolle Schwangerschaftsmode
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11:02 30.10.2018
Mode für Schwangere hat sich gewandelt: Dank geschickter Schnitte und moderner Designs ist die Kleidung nicht nur bei werdenden Müttern beliebt. Quelle: Mara Mea
Hannover

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Meghan ist schwanger. Die Herzogin von Sussex und Prinz Harry erwarten im Frühjahr ihr erstes Kind. Jubel im Vereinigten Königreich und dem Rest der Welt, Jubel auch bei den Herstellern von Schwangerschafts- und Babybekleidung, schließlich dürfen sie darauf hoffen, dass alles, was die Herzogin in den kommenden Monaten trägt oder ihrem Nachwuchs überstülpt, zum Verkaufsschlager wird.

Mit einer königlichen Schwangerschaft lässt sich Kasse machen, das hat Meghans Schwägerin Kate, deren Umstandskleider, Kinderwagen und Babyaccessoires massenhaft nachgekauft wurden, mehrfach eindrücklich bewiesen. Aber auch mit nicht royalen Schwangeren lässt sich heutzutage gutes Geld verdienen, denn für viele Frauen ist die Schwangerschaft ein Event, das gefeiert werden will, koste es, was es wolle – das fängt bei den Vorsorgeuntersuchungen an und hört bei der Schwangerschaftsmode auf.

Schwangersein wird nicht mehr versteckt

Gerade Letztere hat sich in jüngerer Zeit zu einem echten Geschäft entwickelt. Gab es früher nur vereinzelt Marken, die Mode für Frauen in anderen Umständen schneiderten, hat inzwischen fast jeder zweite Filialist eine Mummy-Linie im Angebot und so manches große Modehaus die Umstandsmode für sich entdeckt. Seit wenigen Tagen etwa ist auch Bekleidungsriese Zara mit dabei.

Denn anders als früher wird das Schwangersein heute nicht mehr versteckt, wird der wachsende Bauch nicht länger unter weiten Stoffbahnen und wallenden Kleidern verborgen, sondern offensiv betont und stolz präsentiert. „Schwangerschaft ist für die Frauen von heute kein unbequemer Umstand mehr, sondern ein Glück, das sie gerne zeigen wollen“, erklärt die Berliner Moderedakteurin und Stylistin Janine Dudenhöffer.

Die 37-Jährige kennt sich aus – sie betreibt mit vier anderen Müttern das Blogazine „Mummy Mag“, ist Autorin des Buches „Der Mama Styleguide“ und selbst Mutter von zwei kleinen Jungen. „Mode für Schwangere hat sich extrem gewandelt. Heute sind die Sachen deutlich enger geschnitten, farbenfroher und trendorientierter“, sagt Dudenhöffer.

Mütter wie die Autorin Janine Dudenhöffer schwärmen für die Umstandsmode kleinerer Labels wie Paula Janz oder Mara Mea. Quelle: Hentschel/privat

Eine Beobachtung, die auch Katharina Nachtsheim vom Blog „Stadt Land Mama“ teilt: „Vor zehn, fünfzehn Jahren gab es kaum Schwangerschaftsmode – und wenn doch, waren die Kleider ziemlich trutschig und unförmig. Inzwischen ist die Auswahl enorm, niemand muss während der Schwangerschaft mehr in einem Kartoffelsack herumlaufen“, sagt die dreifache Mutter.

Von der Latzhose bis zum Abendkleid, von der Seidenbluse bis zum Daunenmantel – tatsächlich gibt es Bekleidung für werdende Mütter inzwischen für fast jeden Stil, jeden Anlass und jeden Geldbeutel. Wer nicht viel ausgeben will, greift zu den Babybauchpullis, Stretchbundhosen und Still-BHs von Modeketten wie H&M, Topshop, Asos, Gap oder Mango.

Wer mehr Auswahl und Professionalität sucht, stöbert durch das Sortiment von Umstandsmodegrößen wie beispielsweise der dänischen Marke Mamalicious oder dem schwedischen Hersteller Boop Design. Deutlich im Kommen sind aber auch kleine Labels, die sich auf qualitätsvolle, individuelle Schwangerschaftsmode spezialisiert haben.

„Keine Teddybären, sondern Designs für Erwachsene“

Zu den hierzulande beliebten Adressen zählen unter anderem die Berliner Firmen Paula Janz und Mara Mea. Letztere wurde 2015 von den früheren Modedesign-Kommilitoninnen Maren Will und Dorina Hartmann gegründet.

Ziel sei es gewesen, coole Produkte für Frauen zu entwerfen, die sowohl vor, während als auch nach der Schwangerschaft einsetzbar sind, erklärt Hartmann. „Bei uns gibt es daher keine Produkte mit Teddybären, Punkten oder Schleifen darauf, sondern Designs für Erwachsene.“

Das Ergebnis lässt sich inzwischen an sieben Kollektionen ablesen: Umstandskleider, Stillblusen und Wickeltaschen im modernen Ethno-Stil, mit bunten Stickereien und grafischen Prints, aus hochwertigen Materialien und mit geschickter Schnittführung.

Keine Bärchen, Ballons oder Schleifchen: Mode für Schwangere wie von Mara Mea richtet sich an stilbewusste Frauen, die Kleidung nicht nur für wenige Monate tragen wollen. Quelle: Mara Mea

Damit ein Kleid nicht nur hochschwanger passt, sondern auch noch viele Jahre nach der Geburt, setzen Hartmann und Will auf versteckte Stillfunktionen, wenig Raffungen und Empirelinien, bei denen die Nähte unter der Brust statt an der Taille verlaufen – mit dem Effekt, dass nicht nur junge Mütter zu den „Mara Mea“-Kundinnen zählen, sondern auch Frauen, die mit dem Kinderkriegen nichts mehr oder noch nichts am Hut haben.

Mit den unifarbenen Wickeltaschen, die sich auch als Shopper, Rucksäcke, Laptoptaschen oder Waschbeutel (weiter-)verwenden lassen, habe man zudem die Väter im Blick, sagt Hartmann.

Es ist eine Tatsache: Schwangerschaftsmode muss heute nicht nur bequem, sondern möglichst multifunktional und langlebig sein. „Die wenigsten wollen schließlich für die paar Monate, in denen sie eine Babykugel vor sich herschieben, viel Geld ausgeben“, erklärt Bloggerin Dudenhöffer. Ihr Rat sei es daher, sich in der Schwangerschaft ein, zwei gute Umstandsstücke zu gönnen und ansonsten in der Oversize-Abteilung oder am Kleiderschrank des Mannes zu bedienen. Dann mal los, Meghan!

Von Sophie Hilgenstock

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