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20:04 01.06.2018
Zwei Verliebte, die Händchen halten: Meghan, die Duchess of Sussex, und ihr Mann Prinz Harry werden von konservativen Royalisten für zuviel öffentlich demonstrierte Zuneigung kritisiert. Quelle: dpa
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Berlin

Donald Trump würde gern, seine Frau Melania aber hat offenbar etwas dagegen. Die Queen käme nie auf die Idee, Herzogin Meghan und Prinz Harry tun es vom ersten gemeinsamen Auftritt an: Händchen halten mit dem Partner. Bei der Berichterstattung über das frisch vermählte Traumpaar wird diese Tatsache vor allem in der Boulevardpresse nie unerwähnt gelassen.

In die erste allgemeine Begeisterung darüber, “dass sie ihre Liebe nicht verstecken können und wollen“ (“Bild“), mischen sich nun aber auch kritische Töne. So stellte der britische Etikette-Experte William Hanson jüngst verschnupft klar: “Das ist nicht sehr britisch. Das ist eine Gefühlsäußerung, und wir Briten zeigen Gefühle normalerweise nur gegenüber Hunden und Pferden.“

Dass Meghan zuweilen nicht nur Harrys Hand hält, sondern auch schon mal über seinen Arm oder Rücken streicht, empört vor allem konservative Fans der Royal Family umso mehr. Die gebürtige US-Amerikanerin sei zu “flirty“, zu “mütterlich“ oder zu “besitzergreifend“, heißt es etwa in “Twitter“-Kommentaren.

Zu flirty oder gar besitzergreifend? Ginge es nach manchen Twitter-Nutzern, sollte sich Meghan mit Zuneigungsbekundungen ihrem Ehemann gegenüber mehr zurückhalten. Quelle: POOL PA

Immerhin ist man sich in Adelskreisen einig, dass kein Protokoll besagt, Mitglieder der britischen Königsfamilie sollten tunlichst vermeiden, Zuneigungsbekundungen auszutauschen. Dass Harry und Meghan Händchen halten, darf also als selbstverständlich betrachtet werden. Doch das ist es offenbar nicht, wenn weltweit darüber diskutiert wird.

Harry und Meghan gelten als Inbegriff eines modernen Paares. Miteinander Händchen zu halten wiederum wird aber als hoffnungslos altmodisch angesehen. Zumindest bei Paaren im mittleren Alter. Halten Senioren oder Kinder Händchen, wirkt das auf andere in der Regel anrührend. Bei Männern und Frauen zwischen 20 und 50 Jahren, die Hand in Hand gehen, empfinden es dagegen viele als peinliche Zurschaustellung von Zuneigung.

Soziologen weltweit haben sich in diversen Studien mit der Frage des Händchenhaltens beschäftigt und sind zu dem ernüchternden Schluss gekommen, dass heute mehr Menschen in der Öffentlichkeit Mobiltelefone halten als anderer Leute Hände.

Das “Aneinanderfesthalten“ hat so viel Gutes

Brachte der Beatles-Song “I Want to Hold Your Hand“ 1963 noch das höchste der Gefühle romantischer Teenagervorstellungen zum Ausdruck, schrecken manche Jugendliche heute regelrecht davor zurück, auf diese Art Nähe zu suchen. So äußerte ein Proband in einer Umfrage unter Studenten der University of Maine, dass die Gefahr, eine Abfuhr zu bekommen, größer sei bei dem Versuch, jemandes Hand zu halten, als beim Versuch, ihn oder sie zu küssen.

Mag also die Häufigkeit abgenommen haben, Händchen zu halten, die Bedeutung ist immer noch groß: Es ist ein Zeichen dafür, dass man nicht mehr zu haben ist, sondern voll und ganz zu dem Menschen an seiner Seite steht. In einer Zeit, in der lebenslange Bindungen fast museal wirken, ist das Händchenhalten fast schon revolutionär.

Dabei hat das “Aneinanderfesthalten“ so viel Gutes: Neurowissenschaftlern zufolge synchronisieren sich Atmung und Herzschlagrate, und sogar die Gehirnströme sind im Einklang, wenn Partner Händchen halten. Dadurch werden Schmerz und Stress minimiert und man fühlt sich sicher. Also einfach mal meghanmäßig zugreifen!

Von Kerstin Hergt

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