Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Panorama Großer Mallorca-Brand frisst sich weiter durch Naturparadies
Nachrichten Panorama Großer Mallorca-Brand frisst sich weiter durch Naturparadies
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:16 29.07.2013
Im Nordwesten der Urlaubsinsel Mallorca wird ein Welterbe von einem Waldbrand zerstört. Quelle: Montserrat T Diez
Madrid/Palma

t. Nach amtlichen Schätzungen wurde im Gebiet des Unesco-Welterbes unweit der Gemeinden Andratx und Estellencs im Nordwesten der spanischen Ferieninsel möglicherweise schon die Rekordfläche von 2000 Hektar vernichtet.

"Es wird rund 80 Jahre dauern, bis der ökologische Schaden wieder völlig behoben ist, das ist einer der schlimmsten Brände, die wir je hatten", klagte im Gespräch mit der Zeitung "El País" Luis Berbiela, Forstexperte im regionalen Umweltministerium. Kiefern- und Steineichen-Wälder hätten sich in eine "grauschwarze Mond-Landschaft" verwandelt, aus der noch Rauch aufsteige, so das Blatt.

Da sich die gefährlichste Feuerfront am Montag in Richtung des 1027 Meter hohen Galatzó-Berges bewegte, wurde dort inzwischen nach Medienberichten eine Finca mit 85 Touristen evakuiert. Damit erhöhte sich die Zahl der Menschen, die seit Ausbruch des Feuers am Freitag in Sicherheit gebracht wurden, auf mehr als 800 - darunter auch viele Deutsche. Am Sonntag war die Gemeinde Estellencs vollständig evakuiert worden.

Rund 400 Angehörige der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Militärischen Nothilfeeinheit UME bekämpften nach einem nächtlichen Dauereinsatz am Montag weiterhin die Flammen. Sie wurden nach Tageseinbruch wieder von 28 Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt.

"So viele Mittel wurden auf Mallorca noch nie gegen ein Feuer eingesetzt", sagte eine Regierungssprecherin. Die Löscharbeiten wurden den Angaben zufolge weiterhin von starken Winden behindert. "Wir brauchen Glück", räumte Regierungschef José Ramón Bauzá ein.

Ein Feuerwehrmann wurde wegen Dehydrierung ins Krankenhaus gebracht, ansonsten wurden zunächst aber keine Verletzten oder beschädigten Häuser gemeldet. Zeitweilig war auch die Tierwelt am Galatzó, darunter drei Bären, stark bedroht. Eine erwogene Evakuierung wurde aber zunächst nicht begonnen.

Nach vorläufigen amtlichen Schätzungen wurden bislang rund 2000 Hektar zerstört. Das bisher verheerendste Feuer auf Mallorca wurde 1992 registriert, als im östlichen Gebiet um Artà 1960 Hektar den Flammen zum Opfer fielen.

Nach Behördenerkenntnissen wurde das Feuer nahe Andratx von einem Mann bei der unachtsamen Verbrennung von Pflanzenresten verursacht. Der 42-Jährige, der seine Unschuld beteuert, wurde von der Polizei verhört und vorläufig auf freien Fuß gesetzt, soll aber bald vor einem Richter aussagen.

Entwarnung gab es unterdessen auf dem Festland in der Gemeinde Vallirana, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Barcelona. Dort konnte ein Waldbrand am Montagvormittag nach knapp 20 Stunden eingedämmt werden. Nach einer Evakuierungsaktion kehrten rund 200 Menschen wieder in ihre Häuser zurück.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Abgedeckte Dächer, demolierte Autos, eingeschlagene Fensterscheiben - die Hagel-Unwetter vom Wochenende haben millionenschwere Schäden angerichtet. Am Montag hieß es vielerorts Aufräumen.

29.07.2013

Schauspielerin Jennifer Aniston (44) klagt über einen gebrochenen Zeh - und gibt ihrem künftigen Ehemann die Schuld dafür. "Nichts gegen meinen lieben, lieben Verlobten", sagte der frühere "Friends"-Star der Promiseite "E-Online" über Freund Justin Theroux ("Wanderlust").

29.07.2013

Die steigende Betreuungsquote von Kindern in Tageseinrichtungen erfordert nach Einschätzung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) dringend einen besseren Impfschutz.

29.07.2013
Anzeige