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Panorama Hamburger Frachter in Seenot
Nachrichten Panorama Hamburger Frachter in Seenot
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17:14 30.12.2013
Von Frank Behling
Ein MSC-Schiff ist in Seenot geraten. Quelle: Fb
Hamburg

Da die Gefahr des  Auseinanderbrechens bestand, verließ die Besatzung die Reiserouten von Antwerpen nach Boston und steuerte auf die kanadische Küste zu.  Zwei Hubschrauber der kanadischen Küstenwache holten daraufhin am Sonntagnachmittag  auf Anweisung der Besatzung vier Passagiere sicher von dem Schiff. Die beiden Frauen und zwei Männer wurde sicher nach Greenwood in Nova Scotia gebracht. 

20 Besatzungsmitglieder blieben an Bord ihres 275 Meter langen Containerfrachters. In Abstimmung mit den kanadischen Behörden änderte die „MSC Monterey“ ihren Kurs auf die geschützte St. Mary’s Bay an der Bay of Fundy an Südspitze Neufundlands, wo es am Montag eintraf. „Dort sollen jetzt zunächst Experten der Klassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd und der Behörden an Bord gehen und sich ein Bild der Lage machen. Danach wird entschieden, wie es weitergeht“, sagte eine Reedereisprecherin aus Buxtehude. Bislang sei weder Wasser in das Schiff eingetreten noch Öl- oder Schadstoffe aus dem Rumpf der 2007 in Rumänien gebauten „MSC Monterey“ ausgetreten, heißt es in einer Mitteilung. 

Für die Reederei NSB ist es die zweite Havarie mit einem ihrer an die Schweizer Reederei MSC verscharterten Containerschiffe.  Im Juli 2012 war auf der Reise von den USA nach Europa der Frachter „MSC Flaminia“ nördlich der Azoren explodiert und in Brand geraten. Damals starben drei Seeleute und es dauerte zwei Monate, das angeschlagene Containerschiff bis nach Wilhelmshaven zu schleppen. An Bord der in Liberia registrierten „MSC Monterey“ gab es bei diesem Unfall aber keine Verletzten.

Risse in den Rümpfen beladener Containerschiffe haben immer wieder zu schweren Unglücken geführt. Erst im Juni versank im indischen Ozean der 316 Meter lange ContainerfrachterMOL Comfort“ mit mehreren Tausend Containern. Dort hatte sich zuvor ein Riss in der Bordwand gebildet. Kurz darauf war das Schiff in zwei Teile zerbrochen.

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