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Panorama Italien trauert um die Opfer des Busunglücks
Nachrichten Panorama Italien trauert um die Opfer des Busunglücks
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17:00 30.07.2013
38 der 48 Menschen an Bord des Reisebusses starben, zehn wurden schwer verletzt. Quelle: Cesare Abbate
Rom

Aus dieser Stadt stammten die meisten der Getöteten. In Italien herrschte den ganzen Tag über Staatstrauer, an allen öffentlichen Gebäuden wehten die Fahnen auf Halbmast.

Schon Stunden vor Beginn der Trauerzeremonie war die Halle voll, nach Polizeiangaben nahmen etwa 4000 Menschen teil. Zu Beginn wurden die Namen der 38 Toten vorgelesen. Ihre Särge standen aufgereiht vor dem Altar und waren mit Blumen bedeckt.

Viele Angehörige saßen neben den Särgen, weinten und umarmten sich. "Wir weinen gemeinsam mit den Einwohnern. Es ist der Schmerz des ganzen Landes", sagte Letta. Der Regierungschef umarmte nach der Gedenkfeier den Bürgermeister von Pozzuoli, Vincenzo Figliolia.

Unter dem Applaus der Trauernden wurden die Särge aus der Halle getragen. "Im Angesicht der Tragödie, durch die viele menschliche Leben abrupt geendet haben, ist die Erschütterung stark, es ist schwierig zu sprechen", sagte der Bischof von Pozzuoli, Gennaro Pascarella. "Jedes Wort kann banal klingen, fehl am Platze."

Bei einem der schwersten Busunglücke Italiens war am Sonntagabend ein Reisebus auf der Autobahn 16 östlich von Neapel auf ein Stau-Ende gefahren und 30 Meter tief von einer Autobahnbrücke gestürzt. 38 der 48 Menschen an Bord starben, zehn wurden schwer verletzt. Die Aufarbeitung des Unglücks ging am Dienstag weiter, es gab jedoch zunächst keine neuen Erkenntnisse zur Ursache.

Viele Politiker forderten nach der Katastrophe Konsequenzen und bessere Sicherheitsvorkehrungen. "Der Unfall rückt das Thema der Sicherheit auf den Straßen wieder in den Mittelpunkt", sagte Letta. "Wir sind überzeugt, dass man die Sicherheit auf der Straße und den Respekt für die Regeln, die die Unversehrtheit von Menschen garantieren, fortführen und bewahren muss." Verkehrsminister Maurizio Lupi kündigte eine lückenlose Aufarbeitung des Unglücks und mehr Präventionsmaßnahmen für die Sicherheit an.

dpa

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