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Panorama "Komasaufen": Junge Männer trinken weiter
Nachrichten Panorama "Komasaufen": Junge Männer trinken weiter
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17:26 17.09.2012
Zwei Männer stoßen im sogenannten Bermuda-Dreieck in Freiburg an. Junge Männer trinken trotz der Präventions-Kampagne «Alkohol? Kenn dein Limit» praktisch unverändert weiter. Quelle: Patrick Seeger

Die Kampagne sei ein Erfolg und sollte auch über das nächste Jahr hinaus fortgesetzt werden, sagten Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), Elisabeth Pott, am Montag in Berlin.

Abgenommen hat in bestimmten Gruppen das sogenannte Rauschtrinken mit fünf oder mehr Gläsern Alkohol. Der Anteil der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, der sich mindestens einmal im Monat einen Rausch antrank, sank von 20,4 Prozent (2008) auf 15,2 Prozent (2011), wie die Initiatoren mitteilten. Aus den Zahlen geht hervor, dass besonders die Mädchen und die Jüngeren weniger trinken.

Trotz des Rückgangs bleibt das Problem aber auf einem hohen Level bestehen: 180 000 Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren trinken einmal im Monat fünf oder mehr Gläser Bier, Wein, Cocktails oder Alkopops. Sie gehören zu einer Altersgruppe, die Alkohol gar nicht kaufen darf, und sind trotzdem sogenannte Rauschtrinker.

Wenig änderte sich bei älteren Jungen und jungen Erwachsenen. Von den 16- bis 17-jährigen männlichen Jugendlichen hat knapp die Hälfte (45 Prozent) einmal im Monat einen Rausch. Die 18- bis 25-Jährigen trinken sogar öfter Alkohol als vor einigen Jahren. 40 Prozent einmal pro Woche (2008: 37,1 Prozent). Elisabeth Pott von der Bundeszentrale sprach von einem "Ausreißer", der noch genauer untersucht werden müsse.

Drei Jahre liefen Kinospots gegen das "Komasaufen" von Kindern und Jugendlichen. Plakate zeigten die Auswirkungen des Vollrauschs, junge Menschen erinnerten im Auftrag der Kampagne trinkende Jugendliche an ihr "Limit". Gesundheitsminister Bahr betonte, Untersuchungen, Befragungen und die Reaktionen der Jugendlichen im Internet zeigten: "Die Kampagne ist gut sichtbar und kommt gut an." Die Konzentration auf Kinder und Jugendliche sei richtig, weil das Verhalten leichter als bei Erwachsenen zu ändern sei.

Bis 2013 soll die Aktion mit neuen Motiven weitergeführt. Jungen und Mädchen werden mit geschlechtsspezifischen Bildern und Texten angesprochen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) bezahlte den größten Teil der Kosten für fünf Jahre, rund 50 Millionen Euro. Ob es nach 2013 noch Geld gibt, soll noch entschieden werden.

dpa

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