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Panorama Lebenslange Haft für Mord im Tiergarten
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14:59 25.06.2018
Einsatzkräfte der Polizei und Kriminaltechniker untersuchten im September nach dem Fund der Frauenleiche die Tatortumgebung. Quelle: dpa
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Berlin

Knapp zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Kunsthistorikerin im Berliner Tiergarten ist ein 18-Jähriger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sah es am Montag als erwiesen an, dass der aus Tschetschenien stammende Vorbestrafte die 60-Jährige im September 2017 auf ihrem Heimweg erdrosselt und ausgeraubt hatte. Das Gericht wandte bei dem Heranwachsenden nicht das mildere Jugendstrafrecht an.

Die Anklage spricht von Heimtücke

Der junge Mann soll die 60-Jährige im September 2017 auf ihrem Heimweg erdrosselt und ausgeraubt haben - laut Anklage heimtückisch, aus Habgier und zur Ermöglichung einer anderen Straftat. Mit Kleingeld und dem Handy der fremden Frau sei er geflohen.

In einer früheren Stellungnahme hatte er die Vorwürfe bestritten. Demnach habe er die Leiche gefunden und nach Wertsachen durchsucht. Aus Angst, mit der Toten in Verbindung gebracht zu werden, habe er Berlin verlassen.

Mann wurde über Handy seines Opfers geortet

Der Mann war eine Woche nach dem Verbrechen in Polen festgenommen worden. Er war dort über das Handy seines Opfers geortet worden. In Zusammenarbeit mit polnischen Behörden wurde der Mann in der Nähe von Warschau festgenommen und dann nach Deutschland ausgeliefert.

Witwer warf Behörden Fahrlässigkeit vor

Der Mord hatte eine erneute Debatte über den Umgang mit ausländischen Kriminellen ausgelöst, die eigentlich ausreisen müssten, aber nicht abgeschoben werden. Der Witwer der Frau hatte als Nebenkläger im Prozess den Behörden Fahrlässigkeit vorgeworfen. Der vorbestrafte Tschetschene sei unbehelligt in Berlin unterwegs gewesen.

Von dpa/RND

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