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Panorama Matthias Schweighöfer hat keine Angst vor neuen Dingen
Nachrichten Panorama Matthias Schweighöfer hat keine Angst vor neuen Dingen
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21:00 08.11.2018
Schauspieler, Musiker und Besitzer eines Modelabels: Multitalent Matthias Schweighöfer. Quelle: Jörg Carstensen/dpa

Herr Schweighöfer, Sie haben angekündigt, mit ihrem Album auf Tour zu gehen. Geht der Puls vor solchen Auftritten eigentlich noch hoch, oder ist das alles schon Routine?

Antwort: Das war am Anfang ne spannende Sache, weil ich echt keine Ahnung von dem hatte, was mich da erwartet, und ob ich möglicherweise so richtig verkacke. Aber: Es wird von Konzert zu Konzert besser. Es ist zwar noch Nervosität da, aber es macht echt großen Spaß.

Sie haben im letzten Jahr eine Tour absagen müssen, weil sie einfach zu viel zu tun hatten und Dreharbeiten dazwischen kamen.

Antwort: Genau, wir mussten die zweite Staffel von „You Are Wanted“ fertig machen.

Sie sind Schauspieler, haben ein Modelabel mit Joko Winterscheid, sie sind Musiker und haben eine Firma mit über 50 Mitarbeitern. Wie kriegen Sie das überhaupt noch alles unter einen Hut?

Antwort: Gute Organisation, Disziplin und eine gute Truppe, die mit dabei ist.

Haben Sie sich schon einmal überfordert gefühlt?

Antwort: Nicht überfordert, aber manchmal macht man sich Gedanken, ob man dem allen gerecht werden kann. Man will am Ende ja sagen können, dass man das alles gut vertreten kann was man so macht. Aber ich habe einfach eine starke Mannschaft.

Hätten Sie am Anfang ihrer Karriere als Schauspieler gedacht, dass Sie einmal so viele Projekte im Rücken haben werden?

Antwort: Das nicht, aber ich habe es mir schon ein bisschen erträumt. Und ich bin ein Mensch, der keine Angst vor neuen und großen Dingen hat. Deshalb versuche ich immer Menschen um mich zu versammeln, auf die man sich verlassen kann, und die die Dinge, die einem wichtig sind, gut weiterführen und zu Einhundert Prozent zu ende bringen. Ich freue mich einfach, dass wir so ein großer Laden geworden sind. Egal, ob die Leute einen hassen oder mögen, aber sie beschäftigen sich mit einem. Das ist auch ein Kompliment.

Trifft Sie Kritik?

Antwort: Es ist ja klar, dass Kritik kommt. Gute und schlechte, ich bin das gewohnt. Deshalb trifft mich das gar nicht so sehr. Es wäre etwas anderes, wenn Du ein Konzert gibst und keiner klatscht. Das wäre richtig kacke. Aber ansonsten versuche ich meinen Kritikern gegenüber relativ gelassen zu bleiben.

Hat schon einmal keiner geklatscht?

Antwort: Nein, zum Glück nicht. Meistens schaust Du in interessierte Gesichter, die sich fragen „Wie der singt jetzt auch noch?“ Die Leute sind eher überrascht und das ist echt schön.

Können Sie eigentlich über sich selbst lachen?

Antwort: Ich kann sehr gut über mich lachen.

Ihr Album heißt. „Lachen, Weinen, Tanzen“. Konnten Sie über Jan Böhmermanns Satire-Song „Menschen, leben, tanzen, Welt“ lachen?

Antwort: Na klar! Ich finde gut, was Jan da macht. Er ermahnt damit die Popindustrie und das ist richtig und muss vor allem sein. Und er hat ja bedingt auch noch Recht.

Und fühlen Sie sich angesprochen?

Antwort: Nein, ich glaube, er hat sich ja nicht direkt auf einen bezogen, sondern er verallgemeinert. Trotzdem ist die Kritik zum Teil natürlich auch ungerecht, weil bei meinem Album zum Beispiel sehr viele Leute sehr viele Jahre hart daran gearbeitet haben. Aber dass er das generell gemacht hat, finde ich gut. Es braucht immer Kritik.

Sie drehen aktuell einen Film im fränkischen Kronach. Können Sie zu dem Projekt schon etwas sagen?

Der Film heißt „Resistance“ - mehr sage ich dazu aktuell noch nicht. Im Dezember läuft erst einmal 100Dinge an – mit Flo Fitz und mir.

Sie haben den Sommer in Los Angeles verbracht und in einem Interview gesagt, Sie könnten sich vorstellen, dort auch zu leben. Wie konkret ist dieser Wunsch?

Antwort: Ich würde gerne in L.A. leben. Ich bin einfach ein großer Amerika-Fan, abgesehen von Donald Trump. Ich mag das Land, ich mag die Weite und vor allem mag ich die Mentalität. Denn auch wenn es oberflächlich klingt, so sind die Menschen immer erst einmal positiv und geben Ideen eine Chance. Ich finde es total schön, wenn man erstmal Applaus kriegt und man eine positive Energie entwickeln kann.

Es geht Ihnen also nicht um die vielzitierte Hollywood-Karriere, sondern um das tägliche Leben?

Genau. Ich will ja nicht in Hollywood groß werden. Aber vielleicht in den USA Dinge für Deutschland entwickeln. Mit Leuten, die sagen „That’s a Great Idea. Let’s Try“. Das ist manchmal etwas schade, dass das in Deutschland fehlt.

Gibt es konkrete Pläne?

Antwort: Da gibt es ziemlich viele konkrete Pläne, über die man aber erst reden kann, wenn sie auch zustande gekommen sind. Aber es wird auf jeden Fall sehr spannend und interessant.

Von RND/Nora Lysk

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