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Panorama Mutter soll Babyleiche in Tiefkühltruhe gelegt haben
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16:51 04.09.2012
Oberstaatsanwältin Stahlmann-Liebelt und Polizeisprecher Matthias Glamann. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Ex-Mann nichts von der Geburt wusste. Quelle: Benjamin Nolte

Deren früherer Ehemann hatte die Babyleiche vor wenigen Tagen beim Abtauen der Truhe entdeckt.

Die Ex-Frau des Hausbesitzers habe gestanden, das Mädchen vor vielen Jahren geboren zu haben, berichtete Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen des Verdachts des Totschlags gegen die Frau ein.

Der genaue Hergang der Tat sei noch nicht geklärt. An der Leiche des Babys seien keine Anzeichen äußerer Gewaltanwendung festgestellt worden, auch eine Totgeburt sei ausgeschlossen. Der Ehemann soll von allem nichts mitbekommen haben. Ob das Kind noch lebte, als es in die Truhe gelegt wurde, sei noch unklar.

Die 49-Jährige habe ausgesagt, sich zum Zeitpunkt der Geburt in einem Zustand völliger Erschöpfung und Ausweglosigkeit gewesen zu sein, sagte Stahlmann-Liebelt. Das Paar habe damals schon drei Kinder gehabt, und die Frau habe das Neugeborene nicht aufziehen können. Die Kieler Kriminalpsychologin Monika Frommel erklärt ein solches Verhalten von Frauen, die ihre Schwangerschaft verdrängen: "Sie verhängen eine Kommunikationssperre über sich und andere. Sie sind eigentlich nicht für andere erreichbar."

Das Ehepaar sei seit 2009 getrennt, sagte Oberstaatsanwältin Stahlmann-Liebelt. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Mann nichts von der Geburt wusste. Die Familie habe früher gemeinsam in dem Haus gelebt, heute wohne nur der Mann mit den drei erwachsenen Kindern dort. Anhaltspunkte, dass sich der Mann strafbar gemacht hat, gebe es nicht. Die 49-Jährige sei auf freiem Fuß.

dpa

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