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Panorama Nach "Isaac": US-Golfstaaten kämpfen mit Hochwasser
Nachrichten Panorama Nach "Isaac": US-Golfstaaten kämpfen mit Hochwasser
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16:01 31.08.2012
Schwächer, aber dennoch lebensbedrohlich: Tropensturm «Isaac» hält auf seinem Kriechkurs den Süden der USA weiter in Atem. Quelle: Dan Anderson

l. Er sprach von der "größten Herausforderung" des Sturms, der auf seinem Zug durch den Südosten vereinzelt zu Todesfällen und Verletzungen führte. Hunderttausende waren auch am Freitag ohne Strom. Doch viele atmeten die Bürger auf, weil die Hurrikanwarnungen aufgehoben wurden.

Jindal hatte am Donnerstag angesichts des brüchigen Damms am Tangipahoa-See jenseits der Grenze zu Mississippi angeordnet, dass viele Anwohner ihre Häuser räumen. Tausende wurden aufgefordert, die gefährdete Region innerhalb von 90 Minuten zu verlassen. Die Polizei kontrollierte die besonders gefährdeten Häuser, um alle Bürger in Sicherheit zu bringen. Die Behörden befürchteten ein Hochwasser von mehr als vier Metern. Bereits 1983 und 1990 war es in der Region rund 160 Kilometer nördlich von New Orleans zu schweren Überschwemmungen gekommen. Bis zuletzt schien es aber, als würde der Damm dank der kontrollierten Flutungen den Wassermassen standhalten.

Insbesondere in der Großstadt New Orleans hatte die Abstufung von "Isaac" zum tropischen Tiefdruckgebiet für Erleichterung gesorgt. Trotz Windböen bis zu 130 Stundenkilometern und heftiger Regenfälle über rund zwei Tage hinweg kam die Jazzmetropole anders als bei dem verheerenden Hurrikan "Katrina" vor sieben Jahren relativ unbeschadet davon, berichtete die Lokalzeitung "The Times-Picayune". Damals waren rund 1800 Menschen gestorben. Rund um die Stadt waren seitdem rund zehn Milliarden Dollar (acht Milliarden Euro) in Deich-, Schleusen- und Pumpsysteme investiert worden. In dem Staat wurden seit 2007 fast 160 Kilometer Küstendeich oder Flussdamm verbessert.

Große Teile der Golfküste kehrten vor dem Wochenende allmählich zum Alltag zurück. Die Energieversorger arbeiteten mit Hochdruck an der Reparatur zerstörter Überlandleitungen und Strommasten. In Mississippi nahmen nach Informationen der "USA Today" sechs von zwölf Casinos wieder den Betrieb auf. Dennoch warnte der US-Wetterdienst vor vorzeitiger Entwarnung: "Obwohl "Isaac" kein Tropensturm mehr ist, gibt es immer noch lebensbedrohliche Gefahren als Folge von Sturmfluten, Inlandüberschwemmungen sowie Tornados", teilte das Nationale Hurrikanzentrum in Miami am Donnerstag mit.

Die Überbleibsel von "Isaac", der am Mittwoch zunächst als Hurrikan der Kategorie 1 von 5 an der US-Südküste auf Land geprallt war, zogen unterdessen weiter in Richtung zentraler Staaten wie Arkansas, Illinois oder Missouri. Das Tiefdruckgebiet bringt nach Vorhersagen von Meteorologen einigen Regionen starken Regen, die seit Monaten unter einer extremen Dürre leiden.

dpa

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