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Panorama Nasenbeinbruch in Haftzelle: Zehn Monate auf Bewährung für Polizisten
Nachrichten Panorama Nasenbeinbruch in Haftzelle: Zehn Monate auf Bewährung für Polizisten
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18:03 06.08.2013
Der Angeklagte behauptet, er habe versucht, die Frau zu beruhigen. Quelle: Tobias Hase
München

s. Der 33-Jährige hatte im Januar der Frau auf der Polizeiwache München-Au mit einem Fausthieb das Nasenbein und einen Augenhöhlenboden gebrochen.

Der Richter ging allerdings von einer Provokation der jungen Frau aus, die den Beamten unter anderem bespuckt hatte: "Sie haben sich durchaus daneben benommen." Der Richter sah zwar eine Notwehrlage. Jedoch hätte der Beamte nicht zuschlagen dürfen. "Ihre Handlung war nicht erforderlich, um den vermeintlichen Angriff anzuwehren." In seinem Schlusswort vor dem Urteil sagte der Polizeibeamte, er habe einen Angriff abwehren wollen, bedauere aber die Folgen. "Ich bedauere die Verletzungen, denn diese waren nie gewollt."

Vor Gericht hatte er geschildert, die Frau habe ihn bespuckt und er habe sie beruhigen wollen. Sie sei mit dem Oberkörper hochgeschnellt. Aus Angst, sie könnte ihn treffen, habe er zu seinem Schutz eine Armbewegung gemacht. "Ich bin ausgewichen und habe im gleichen Moment den Arm nach vorn gegen ihren Kopf geschlagen", sagte der Beamte. Die Nebenklägerin lag zu diesem Zeitpunkt mit auf dem Rücken gefesselten Händen auf dem Revier.

Die 22-jährige Frau schilderte, sie sei in der Haftzelle auf eine Pritsche gedrückt und an den Schultern festgehalten worden. "Ich habe keine Luft bekommen und war total in Panik." Der Angeklagte habe auf der Pritsche gekniet und sie aufgefordert, sich zu beruhigen. "Dann habe ich ihn leider angespuckt." Daraufhin sei sie geschlagen worden. Begonnen hat der bundesweit diskutierte Fall mit einem Anruf der Frau bei der Polizei. Die Tierarzthelferin hatte sich mit ihrem Freund gestritten.

dpa

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