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Panorama PIN-Nummer nicht verraten – Mann stirbt durch Folter
Nachrichten Panorama PIN-Nummer nicht verraten – Mann stirbt durch Folter
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20:58 23.10.2018
Die sechs Angeklagten im Gerichtssaal in Aurich. Quelle: Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Aurich

Mit Folter durch Wassereinflößen, einem Baseballschläger und Faustschlägen sollen zwei Männer im niedersächsischen Aurich ihr Opfer zu Tode gequält haben. Der 62-Jährige war am 5. April mit schweren Verletzungen am ganzen Körper in der Badewanne seiner Wohnung gefunden worden. Für diese Tat müssen sich seit Dienstag vier Männer und zwei Frauen vor dem Landgericht Aurich verantworten.

Ein 21-Jähriger und ein 46-Jähriger sind wegen schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung und Mordes angeklagt. Die beiden Hauptangeklagten sitzen in Untersuchungshaft und wurden zum Prozessauftakt mit Handschellen in den Verhandlungssaal geführt.

Opfer wurde mit Baseballschläger traktiert

Zwei weitere Männer im Alter von 19 und 37 Jahren und zwei Frauen im Alter von 31 und 40 Jahren haben laut Anklage die Haupttäter unterstützt und sind wegen Beihilfe angeklagt. Demnach nahmen die Männer dem Opfer bei einem Streit in einer Auricher Wohnung zunächst die Geldbörse ab und schlugen immer wieder auf ihn ein.

Weil der 62-Jährige sich weigerte, die PIN-Nummer seiner EC-Karte zu verraten, wurde er weiter verprügelt. Dabei benutzten die Täter auch einen Baseballschläger. Anschließend wurde der Verletzte in einer Badewanne mit heißem Wasser abgebraust und mit einem Handtuch gequält, das mit Wasser getränkt war. Die Täter hatten den Mann später in seine eigene Wohnung im gleichen Haus gebracht und dort kopfüber in seine wassergefüllte Badewanne gesteckt.

Obduktionsbericht listet zahlreiche Verletzungen auf

Das Opfer war schließlich an der Kombination der schweren Verletzungen mit massivem Blutverlust und Ertrinken gestorben. Die Anklageschrift listete aus dem Obduktionsbericht etliche Verletzungen an den Rippen, einen Schienbeinbruch und innere Blutungen auf.

Der Prozess wird am kommenden Montag (29.) fortgesetzt. Das Gericht will bis dahin entscheiden, ob es am Tatort zu einem Ortstermin kommen soll.

Von dpa/RND

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