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Panorama Rabatt-Aktion von Nutella hat juristisches Nachspiel
Nachrichten Panorama Rabatt-Aktion von Nutella hat juristisches Nachspiel
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14:48 30.01.2018
Das 950-Gramm-Glas Nutella kostete in der vergangenen Woche in Intermarché-Supermärkten nur 1,41 Euro. Quelle: imago/Newscast
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Paris

Mit einer Rabatt-Aktion sorgte die französische Supermarktkette Intermarché in der vergangenen Woche für einen regelrechten Ansturm auf ihre Filialen. Für drei Tage gab es dort den Brotaufstrich Nutella zu einem Spottpreis: Ein 950-Gramm-Glas der Nuss-Nougat-Creme kostete 1,41 Euro statt der üblichen 4,50 Euro

Dieser Preissturz hat nun die Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. Wegen der Rabatt-Aktion von 70 Prozent kündigte die zuständige Abteilung des Wirtschaftsministeriums am Montagabend in Paris Ermittlungen gegen die Supermarktkette Intermarché an. Die Anti-Betrugsbehörde DGCCRF kündigte an, „die Rabattaktion genau untersuchen“ zu wollen.

Der Hersteller von Nutella, der italienische Ferrero-Konzern, erklärte, dass der Rabatt nicht mit ihm abgesprochen gewesen sei. „Ferrero bedauert diese Operation und ihre Konsequenzen, die bei den Verbrauchern Verwirrung und Enttäuschung erzeugen“, teilte das Unternehmen mit.

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Gepostet von Intermarché am Dienstag, 23. Januar 2018

Wie die Nachrichtenagentur AFP vermeldete, sollen solchen Praktiken von der französischen Staatsspitze bald der Riegel vorgeschoben werden. Am Mittwoch will die Regierung in Paris ein Gesetz vorstellen, nach dem große Supermärkte ihre Produkte mindestens zehn Prozent über Einkaufspreis verkaufen müssen. Damit sollen unfaire Aktionen wie der Nutella-Rabatt verhindert werden. Intermarché prophezeite in der Zeit weitere Preisnachlässe. Unter dem Motto „Die vier billigsten Wochen in Frankreich“ sollen Kunden bald auf weitere Ware in ihren Häusern Jagd machen dürfen.

Von RND/krö/dpa/AFP

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