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Randale bei Facebook-Party - Straßenschlachten mit der Polizei

Ausschreitungen Randale bei Facebook-Party - Straßenschlachten mit der Polizei

Eine Facebook-Party im niederländischen Haren ist in Krawallen und Chaos ausgeartet. Hunderte Randalierer lieferten sich in der Nacht zum Samstag Straßenschlachten mit der Polizei, verwüsteten Straßen, plünderten Geschäfte und steckten Autos und Schuppen in Brand.

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Ausschreitungen nach Facebook-Party: In der niederländischen Kleinstadt Haren stehen sich Polizei und randalierende Jugendliche gegenüber.

Quelle: Catrinus van der Veen

Haren. "Es war eine schreckliche Nacht", sagte Bürgermeister Rob Bats am Samstag. Ein Mädchen hatte auf Facebook zu seinem 16. Geburtstag eingeladen, aber vergessen, dies als private Party zu markieren. Daraufhin war über Twitter und Facebook zu einem "Projekt-X-Fest" aufgerufen worden.

Die Bürger von Haren begannen am Morgen mit dem Aufräumen, viele standen unter Schock. "Das war entsetzlich, wir hatten ungeheure Angst", sagte eine Frau. Die Straßen waren übersät mit Steinen und Glas. Die Inhaberin eines Eissalons blickte fassungslos auf die zertrümmerten Schaufenster. "Überall liegt Glas, wir können alles wegschmeißen." Vor einem geplünderten Supermarkt lagen aufgerissene Packungen mit Waschmittel.

Mehrere tausend Jugendliche waren einer Facebook-Einladung zu einer Party gefolgt. Die zunächst friedliche Stimmung schlug "plötzlich in Aggression um", sagte der regionale Polizeichef, Oscar Dros. "Sie griffen die Polizei mit Pflastersteinen, Feuerwerk und Flaschen an." Nach ersten Analysen waren die Krawalle geplant. "Erfahrene Rädelsführer aus dem ganzen Land gingen mit ungeheurer Gewalt und Aggression vor", sagte Dros.

Die Stadt bei Groningen sei nach ersten Hinweisen auf die Massenparty vorbereitet gewesen. Die Polizei hatte sich nach eigenen Angaben von deutschen Kollegen beraten lassen, die bereits Erfahrungen mit ähnlichen Festen hatte. "Wir waren auf das Schlimmste vorbereitet", sagte der Polizeichef. 500 Beamte waren im Einsatz. "Doch so viel Aggression haben wir noch nie erlebt." 35 Personen wurden festgenommen. Etwa 30 Jugendliche wurden verletzt. Frühere Meldungen von zwei Schwerverletzten wurden bisher nicht bestätigt.

dpa

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