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Panorama Nächster schwerer Herbststurm steht bevor
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15:02 22.10.2018
Umgekippte Bäume liegen in einem Waldgebiet - der nächste schwere Herbststurm steht bevor. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Kiel/Rom/Offenbach

Es wird ungemütlich in Deutschland: Nach Sturmtief „Fabienne“ im September steht hierzulande der nächste große Herbststurm bevor. Vor allem auf den Nordfriesischen Inseln drohen von Dienstag an orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach mitteilte. Auch an der Küste und in den höheren Mittelgebirgslagen bläst der Wind in den kommenden Tagen mit einer Stärke von 8 bis 9.

Die Temperaturen gehen zurück

Zugleich gehen die Temperaturen weiter zurück auf Werte zwischen 9 und 14 Grad. Die Temperaturen werden in Norddeutschland die 13 Grad-Marke kaum übersteigen, hieß es. Dabei gibt es länger anhaltenden und zum Teil kräftigen Regen. Vor allem an der Nordsee soll es in der Nacht zum Mittwoch weiter Schauer geben.

Im gesamten norddeutschen Binnenland bläst der Wind mit stürmischen Böen der Stärke 8 (um 70 Stundenkilometer). Mindestens bis Donnerstag bleibt es im Norden windig mit an der See frischem bis starken, im Landesinneren aber nachlassendem Nordwestwind. Bereits im September hatte es im Norden einen ersten Herbststurm gegeben.

Zuletzt hatten Stürme in Schleswig-Holstein immer wieder Dächer abgedeckt und Schäden angerichtet.

Andernorts etwas freundlicher

Nur am Oberrhein werden noch 17 Grad erwartet. An den Alpen gibt es Dauerregen, oberhalb von 1800 bis 2000 Meter Schnee. Ursache für das Herbstwetter ist das Tiefdruckgebiet „Sieglinde“, das bei Island entstanden ist. Es zieht im Laufe der Woche nach Südskandinavien und zum Baltikum. „Dabei bringt es eine recht stramme Nordwestströmung mit“, sagte eine DWD-Meteorologin.

Hagel sorgte in Rom für ein Verkehrschaos

Italien hat es bereits schlimm erwischt: Ein Hagel- und Regensturm hat den Verkehr in Italiens Hauptstadt Rom teilweise ins Chaos gestürzt. Autos waren auf überfluteten Straßen blockiert, mehrere U-Bahnstationen mussten am Sonntagabend vorübergehend geschlossen werden. Einige Autofahrer flüchteten vor schnell ansteigenden Wassermassen auf die Dächer ihrer Fahrzeuge, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Besonders betroffen war der östliche Teil der „Ewigen Stadt“. Aber auch im historischen Zentrum gingen kleinere Hagelkörner nieder - viele Touristen flüchteten in Lokale. Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi sprach auf Facebook von einem „gewaltigen Unwetter“, das Überschwemmungen in mehreren Stadtvierteln angerichtet habe. Berichte über Verletzte gab es aber nicht.

Roms Bürgermeisterin steht in der Kritik

Bei starkem Regen versinkt Rom regelmäßig im Chaos. Die Bürgermeisterin steht seit Langem in der Kritik, nichts gegen die schlechten Zustände der Straßen oder gegen marode Bäume zu tun, die bei Unwettern oft umstürzen. Am Montag schien dann wieder die Sonne - allerdings sind für ganz Italien sinkende Temperaturen angekündigt. In den Bergen des Apennin fiel der erste Schnee, wie der Wetterdienst 3B Meteo berichtete.

Von dpa/RND

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