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Panorama Staatsanwalt fordert lebenslange Haft für Madsen
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13:03 23.04.2018
Der Erfinder Peter Madsen sitzt seit August in Untersuchungshaft Quelle: imago/ritzau
Kopenhagen

In seinem Plädoyer hat der zuständige Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen lebenslange Haft wegen Mordes für den dänischen Erfinder Peter Madsen gefordert. Die Staatsanwaltsschaft geht davon aus, dass der 46-Jährige die schwedische Journalistin Kim Wall vergangenen Sommer getötet hat. Buch-Jepsen sei sich bewusst, dass es für einen einzelnen Mord eine ungewöhnlich harte Strafe sei, sagte der Staatsanwalt am Montag.

In diesem Falle sieht die Staatsanwaltschaft jedoch keine mildernden, sondern nur verschärfende Umstände. Madsen sei absolut nicht glaubwürdig und habe entsetzlich brutal gehandelt. Sollte das Gericht in Kopenhagen keine lebenslange Freiheitsstrafe verhängen, will die Staatsanwaltschaft Sicherungsverwahrung für unbestimmte Zeit fordern.

Die Journalistin Kim Wall ist tot, ihre Leiche wurde in einer Bucht vor Kopenhagen gefunden. Der U-Boot-Bauer Peter Madsen sitzt in Untersuchungshaft. Was genau am 10. August auf der „Nautilus“ geschah, ist immer noch rätselhaft.

Auch die gutachtenden Psychiater rieten zu einer Sicherheitsverwahrung für den U-Boot-Bauer. Es müsse angenommen werden, dass er eine Gefahr für Leben und Gesundheit anderer Menschen sei, hieß es im Plädoyer. Im Durchschnitt sitzen Sicherungsverwahrte knapp 15 Jahre im Gefängnis – ähnlich wie zu lebenslanger Haft Verurteilte.

Urteil am Mittwoch erwartet

Peter Madsen ist angeklagt, die schwedische Journalistin an Bord seines U-Bootes gefoltert und ermordet zu haben. Er sitzt seit August 2017 in Kopenhagen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ihn Gewalt und Schmerzen sexuell erregten. Mit großer Wahrscheinlichkeit habe er die junge Frau enthauptet - und dies lange zuvor geplant.

Madsen dagegen weist einen Mord zurück und beschreibt den Tod der Journalistin als tragischen Unfall im Inneren des U-Bootes. Am Montag sollte auch die Verteidigung ihr Plädoyer halten. Das Urteil wird für Mittwoch erwartet.

Von RND/dpa

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