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Panorama Sturmflutwarnung für die Ostseeküste ausgesprochen
Nachrichten Panorama Sturmflutwarnung für die Ostseeküste ausgesprochen
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15:42 08.01.2019
Feuerwehrleute schichten in Cuxhaven Sandsäcke auf. Quelle: TNN/dpa
Kiel/Hamburg

So soll der Wasserstand in Hamburg-St. Pauli am frühen Abend voraussichtlich bei etwa zwei Metern über dem mittleren Hochwasser liegen, ebenso bereits am frühen Nachmittag in Bremerhaven, wie das Bundesamt mitteilte. An der niedersächsischen Küste werde das Nachmittagswasser örtlich sogar zwischen 1,75 und 2,25 Metern über dem mittleren Tidehochwasser auflaufen, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit. Am Dienstag sollen dann alle Fähren von und nach Wangerooge ausfallen.

Seit 7.38 Uhr gibt es auch eine Sturmflut-Warnung für die deutsche Ostseeküste. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erwartet extreme Wasserstände an der Ostseeküste. Am Mittwoch wird eine Sturmflut erwartet, mit Maximalwerten bis zu 1,30 Meter über dem mittleren Wasserstand gegen 12 mittags.

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Vorbereitungen für eine Sturmflut auf ostfriesischen Inseln

Mit erhöhten Wasserständen war vielerorts schon in der Nacht zu Dienstag und in den frühen Morgenstunden zu rechnen. Auch auf den ostfriesischen Inseln und auf dem Festland wurden Vorbereitungen für eine Sturmflut getroffen. Ob auch das Emssperrwerk Gandersum geschlossen wird, sollte am Vormittag entschieden werden.

Wegen der nach wie vor in der Nordsee treibenden Container des Frachters „MSC Zoe“ behalten die NLWKN-Experten auch Treibgut im Blick. Weitere Anlandungen auf Borkum, Juist und Norderney seien durchaus denkbar.

Auch die Kleinstadt Heiligenhafen an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins erwartet rund eine Woche nach dem Sturmtief „Zeetje“ die nächste Sturmflut. Nach aktuellen Vorhersagen rechne die Stadt mit Wasserständen von rund 1,10 Metern über dem mittleren Wasserstand, sagte der Leiter des Bauamtes der Stadt, Roland Pfündl: „Wir schließen die Deichdurchlässe und die zur Ostsee offenen Regenwasserkanäle, die mobilen Hochwasserschutzwände im Hafenbereich werden geschlossen.“ An der Ostsee gelten bereits Wasserstände ab einem Meter über dem mittleren Wasserstand als Sturmflut.

„Benjamin“ bringt Böen der Stärke 10

Anfang Januar hatte „Zeetje“ in Heiligenhafen und anderen Orten an der Ostseeküste schwere Überflutungen und erhebliche Schäden verursacht. Damals wurden Wasserstände von rund 1,60 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht. Die Schadenshöhe sei noch unklar.

Das Sturmtief „Zeetje“ hat im Norden gewütet. In einer Bildergalerie haben wir die Folgen des Sturms festgehalten. Eine Sturmflut die Pegelstände an der Ostseeküste teils deutlich steigen lassen.

Auch an Schleswig-Holsteins Nordseeküste soll es ungemütlich werden: Etwa in Schulau, einem Ortsteil der Stadt Wedel, in Glückstadt und Brunsbüttel rechnen die Experten ebenfalls mit einer Sturmflut. An der nordfriesischen Küste werden vielerorts nachmittags Wasserstände von etwa 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet. Schon am frühen Morgen sollen die Wasserstände kräftig steigen, eine Sturmflut gibt es dann voraussichtlich aber noch nicht, da die Marke von 1,5 Metern dann noch nicht erreicht werden soll.

Schon zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst mitgeteilt, dass Sturmtief „Benjamin“ am Dienstag schwere Sturmböen aus Nordwest bis Nord der Stärke 10 erwartet. Vereinzelt könne es sogar orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 105 Kilometern pro Stunde entsprechend Windstärke 11 geben, warnte der DWD am Montag.

Von RND/dpa/pat