Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Panorama TÜV Süd prüft Versäumnisse bei Dammbruch in Brasilien
Nachrichten Panorama TÜV Süd prüft Versäumnisse bei Dammbruch in Brasilien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:30 08.03.2019
Eine Luftaufnahme zeigt die Schlammlawine nach einem Dammbruch bei der Gemeinde Brumadinho in Brasilien. Quelle: Bruno Correia/dpa
München

Sechs Wochen nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien mit mehr als 180 Toten prüft der TÜV Süd mögliche Versäumnisse bei dem Unglück und schließt Konsequenzen nicht aus. „Mit Unterstützung eigener und externer Experten untersucht die TÜV Süd AG ihre internen Prozesse sowie mögliche Ursachen für den tragischen Dammbruch in Brumadinho, Brasilien“, teilte eine vom Unternehmen beauftragte Sprecherin mit.

Der Dienstleister aus München hatte den Damm an einer Eisenerzmine im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des südamerikanischen Landes im vergangenen Jahr zwei Mal geprüft. Mindestens ein TÜV-Ingenieur soll Zweifel an der Stabilität des Damms angemeldet haben, wie schon früher bekanntgeworden war.

Dammbruch in Brasilien tötete mindestens 186 Menschen

Der Damm war am 25. Januar gebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst, die mindestens 186 Menschen tötete. Rund 120 Menschen gelten noch immer als vermisst.

Nach einem Bericht von „Spiegel online“ wirft ein brasilianischer Staatsanwalt dem deutschen Dienstleister Versäumnisse bei der Prüfung des Damms vor. „Sollten die Untersuchungen ein Fehlverhalten von TÜV-Süd-Mitarbeitern zeigen, wird die TÜV-Süd-AG die notwendigen Konsequenzen ziehen“, hieß es nun in der schriftlichen Stellungnahme.

Polizei nahm TÜV-Ingenieure fest

Nach dem Dammbruch hatte die brasilianisches Polizei bereits fünf Verdächtige festgenommen, darunter auch zwei Ingenieure vom TÜV Süd aus München.

Von RND/dpa