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Panorama Kieler Tanker steckt fest
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10:34 20.09.2017
Von Frank Behling
Der in Kiel gebaute Doppelhüllentanker "Seatrout" ist am Mittwoch auf der Schelde auf Grund gelaufen und sitzt dort fest. Quelle: Behling, Frank
Antwerpen

Auf der Schelde ist am Mittwochmorgen der deutsche Tanker „Seatrout“ auf Grund gelaufen. Das 188 Meter lange Schiff hatte zuvor im belgischen Hafen Antwerpen eine Ladung Öl gelöscht und in der Nacht gegen 3 Uhr abgelegt. Auf der Fahrt zur Nordsee lief der unbeladene Tanker dann auf eine Sandbank.

Das Unglück ereignete sich kurz vor 6 Uhr nahe der niederländischen Ortschaft Bath auf der Nordseite der Schelde. Dort ist der Tanker außerhalb des Fahrwassers aufgelaufen und liegt seitdem mit Schlagseite im Schlick. Fünf Schlepper versuchten den 2006 in Kiel gebauten Tanker danach wieder zurück ins Fahrwasser zu ziehen. Alle Versuche scheiterten jedoch bislang. Da am Vormittag in dem Bereich der Schelde außerdem Niedrigwasser herrscht, wurden die Versuche eingestellt und auf den Nachmittag verlegt. Gegen 15 Uhr wird das nächste Hochwasser erwartet. Bislang hat der Rumpf der „Seatrout“ auch keine sichtbaren Schäden davongetragen. Es ist auch noch kein Öl ausgetreten. Die Revierzentrale hat den Bereich der Schelde zur Gefahrenstelle erklärt und für die übrige Schifffahrt einen Teil des Fahrwassers gesperrt. Polizeiboote sichern der Bereich ab. Der Hafen von Antwerpen ist deshalb derzeit nur eingeschränkt erreichbar.

Die 2006 in Kiel-Friedrichsort auf der Lindenau-Werft gebaute „Seatrout“ gehört zur Flotte der Bremer Reederei German Tanker Shipping aus Bremen. Der Rumpf des 26548 BRZ großen Schiffes ist für die Fahrt durchs Eis verstärkt und mit einer Doppelhülle ausgestattet. Das 40600 Tonnen tragende Schiff ist eines der größten Schiffe, die bei Lindenau bis zur Insolvenz 2009 gebaut wurden.

Die Unglücksstelle an der Schelde ist berüchtigt. Am 14. August war genau an derselben Stelle das 366 Meter lange großcontainerschiff „CSCL Jupiter“  vom Kurs abgekommen und auf Grund gelaufen.

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