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Panorama Tausende nehmen Abschied von Sektenführer Mun
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15:11 15.09.2012
Zehntausende haben im südkoreanischen Cheongpyeong Abschied von ihrem geistigen Führer genommen. Quelle: Kim Hee-Chul

Die von Mun gegründete Vereinigungskirche, die auch als Mun-Sekte bekannt ist, veranstaltete am Samstag eine pompöse Trauerfeier für den Toten auf ihrem riesigen Gelände in der Nähe von Seoul. Nach Angaben der Organisation kamen rund 35 000 Trauernde, darunter etwa 15 000 Besucher aus dem Ausland. Mun, der sich zu Lebzeiten selbst als Messias und Friedenskönig gesehen und als Unternehmer ein Milliardenvermögen angehäuft hatte, war am 3. September im Alter von 92 Jahren gestorben.

Zahlreiche Trauernde unter den Familienmitgliedern und Anhängern schluchzten, als der rote Sarg von uniformierten Trägern in eine große Sporthalle getragen und auf einer Bühne mit einem Riesenporträt Muns (auch Sun Myung Moon) abgestellt wurde. Die Frau des Gestorbenen, Hak Ja Han, saß auf einem weißen, thronähnlichen Stuhl unter dem Porträt. Ein Stuhl an ihrer rechten Seite blieb leer.

Mehr als 150 000 Menschen hatten sich nach Angaben der Vereinigungskirche bereits während der 13-tägigen Trauerperiode für Mun auf deren Gelände im 60 Kilometer östlich von Seoul gelegenen Kapyong eingefunden, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Nach der Trauerfeier im Cheongshim-"Weltfriedenszentrum" wurde Mun am Berg Chonsong, dem "heiligen Land" der Religionsgemeinschaft, im Kreise seiner Familie bestattet.

Der unter anderem wegen seiner spektakulären Massenhochzeiten bekanntgewordene Mun war an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Von seinen Anhängern hatte sich Mun, der nach eigenen Angaben die "unerfüllte Mission" von Jesus Christus erfüllen wollte, auch als "Wahrer Vater" bezeichnen lassen.

Für sie seien die Lehren Muns über die Familie wichtig, "nämlich, dass wir uns um die Familie kümmern sollten", sagte die Philippinerin Ella Juabe. "Ich glaube, er war der Messias." Juabe lebt mit ihrem koreanischen Mann in Chungnam in Südkorea. Sie seien Mitte der 90er Jahre bei einer der als Blessings (Segnungen) bekannten Massenveranstaltungen auf den Philippinen getraut worden.

Die 1954 gegründete Vereinigungskirche ist über ihre religiösen Anliegen hinaus wegen ihrer politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten bekanntgeworden. Mun baute dank einer ergebenen Gefolgschaft ein Firmenimperium auf, das ihn zum Milliardär machte. Bei den Blessing traute er bisweilen Tausende von Paaren in Stadien oder per Satellit. Kritiker warfen ihm vor, er strebe eine Art Weltherrschaft an. Zudem gab es in den 80er Jahren Berichte über die Isolation von Mitgliedern in religiösen Zentren. In den vergangenen Jahren war es um Mun ruhiger geworden.

dpa

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