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Panorama Todesschütze von Las Vegas war Einzeltäter
Nachrichten Panorama Todesschütze von Las Vegas war Einzeltäter
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18:02 20.01.2018
Das Waffen-Arsenal des Schützen: Stephen Paddock erschoss aus dem 32. Stock eines Hotels 58 Festival-Besucher. Quelle: dpa
Las Vegas

Das Massaker von Las Vegas im Oktober 2017 ist von einem Einzeltäter verübt worden, sein Motiv ist aber weiter völlig unklar. Das geht aus dem vorläufigen Abschlussbericht hervor, den die Polizei in Las Vegas am Freitag veröffentlichte. Trotz der alleinigen Täterschaft des Schützen führt das FBI Ermittlungen gegen einen weiteren Menschen.

Bei der Tat in der Nacht auf den 2. Oktober wurden weit mehr Menschen verletzt wurden als bisher öffentlich bekannt. Sheriff Joe Lombardo bezifferte ihre Zahl auf 851, von denen 422 Menschen Schussverletzungen verschiedener Art erlitten hätten. Bisher war immer von insgesamt „mehr als 500“ Verletzten gesprochen worden.

Am jenem späten Sonntagabend (Ortszeit) hatte Stephen Paddock (64), ein bis dahin unauffällig lebender Spieler, von seinem hoch gelegenen Zimmer im Hotel „Mandalay Bay“ aus das Feuer auf ein gegenüberliegendes Musikfestival mit 20 000 Besuchern eröffnet. Er erschoss 58 Menschen. Abschließend tötete er sich laut Polizei selbst.

Im vorläufigen Abschlussbericht geben sich die Ermittler überzeugt, dass Paddock der alleinige Täter ist. Gleichwohl werde gegen eine zweite Person ermittelt, bei der es sich aber nicht um die Lebensgefährtin Paddocks handele, um die sich zeitweise Spekulationen gerankt hatten. Eine Anklage werde erwartet, gleichwohl bleibe Paddock der Alleinverantwortliche.

Der Amok-Schütze hatte keine Spielschulden

Eine Kernfrage lässt der Bericht weiter offen: Was war das Motiv Paddocks? Sheriff Lombardo sagte, das könne weiter nicht beantwortet werden - trotz 2000 Hinweisen und mehr als 21 000 Stunden gesichteten Videomaterials. Es gebe keinen Abschiedsbrief und kein Bekenntnis oder Manifest.

Zuletzt hatte es von Ermittlerseite geheißen, Paddock habe beim Spielen eine erhebliche Menge Geld verloren. Laut dem Bericht hat Paddock aber alle Schulden abbezahlt. „Er war niemandem etwas schuldig“, hieß es.

Von dpa/RND

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