Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Panorama Verkehrschaos nach starkem Erdbeben in Neuseeland
Nachrichten Panorama Verkehrschaos nach starkem Erdbeben in Neuseeland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:36 16.08.2013
Das Epizentrum lag etwa 75 Kilometer südwestlich der neuseeländischen Hauptstadt Wellington. Quelle: Usgs
Wellington

Das Beben hatte eine Stärke von 6,6, und das Epizentrum lag unweit von Seddon auf der Südinsel, 75 Kilometer südwestlich von Wellington. Vor zweieinhalb Jahren hatte ein Beben der Stärke 6,3 weite Teile der Innenstadt von Christchurch auf der Südinsel zerstört. Dort kamen 185 Menschen ums Leben.

Aus Seddon wurden Schäden gemeldet, doch konnte die Polizei zunächst keine näheren Angaben machen. In dem Örtchen leben nur ein paar hundert Menschen. Das Beben passierte um 14.31 Uhr Ortszeit. Es war bis nach Auckland 780 Kilometer weiter nördlich zu spüren, wie Anwohner berichteten. Bürohäuser in Wellington wurden geräumt, Tausende Büroangestellte strömten auf die Straßen. Viele versuchten, so schnell wie möglich aus der Stadt zu kommen. Ein Verkehrschaos war die Folge. Der Bahnverkehr wurde zudem aus Sorge vor Schäden an den Schienen eingestellt.

In Teilen Wellingtons fiel zeitweise der Strom und das Telefonnetz aus. Am Flughafen wurde eine Landebahn vorübergehend geschlossen, um nach Schäden zu sehen. An einer Schnellstraße im Norden der Südinsel krachten Gesteinsbrocken herab, berichtete Radio Neuseeland. Die Straße wurde streckenweise gesperrt.

Eine Mitarbeiterin von Radio Neuseeland, die in Wellington im Auto unterwegs war, dachte zunächst, ihr Reifen sei geplatzt, als die Erde zu beben begann. "Dann sah ich, dass die Menschen auf die Straßen rannten, und einige hielten sich an Ampeln fest", berichtete Vicky McKay. Viele der fast 400 000 Einwohner Wellingtons spürten teils heftige Nachbeben.

Der Bebenherd lag nach Schätzungen nur acht Kilometer unter der Erdoberfläche. Das kann potenziell schwere Schäden verursachen. Allerdings ist die Region um das Epizentrum nur dünn besiedelt. "Es gibt keinen Grund für besondere Sorge vor einem größeren Beben", sagte Seismologe Kelvin Berryman im Rundfunk.

Im Februar 2011 lag der Herd des schweren Bebens in Christchurch auch nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche. Damals wurden in der Innenstadt die Kathedrale sowie Hunderte Gebäude teils schwer beschädigt. Der Wiederaufbau ist im Gange. Erst diese Woche war in der Stadt eine aus Pappe gebaute Übergangskathedrale eingeweiht worden. Christchurch war damals die zweitgrößte Stadt Neuseelands nach Auckland. Nach dem Beben zogen viele Menschen fort. Jetzt ist Wellington die zweitgrößte Stadt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Polizei sucht weiter fieberhaft nach dem mutmaßlichen Todesschützen von Essen. "Wir haben keinerlei konkrete Hinweise, wo sich der Gesuchte aufhält", sagte Polizeisprecher Lars Lindemann am Morgen.

16.08.2013

Der älteste Mensch der Welt ist angeblich Bolivianer und 123 Jahre alt. Ausweis und Geburtsurkunde des Aymara-Indianers Carmelo Flores bezeugten, dass er am 16. Juli 1890 in Frasquia, rund 150 Kilometer nordwestlich von La Paz, geboren sei, berichtete die Zeitung "La Razón" am Donnerstag.

16.08.2013

Gerade hat er mit seinem eigenen Song "Blurred Lines" die Charts erobert, da spricht US-Sänger Robin Thicke schon über die Karriereträume seines kleinen Sohnes.

16.08.2013
Anzeige