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Panorama Verurteilt wegen Vergewaltigung – Arnault geht in Berufung
Nachrichten Panorama Verurteilt wegen Vergewaltigung – Arnault geht in Berufung
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15:01 04.10.2018
Jean-Claude Arnault kommt am Gericht an. Quelle: Janerik Henriksson/AP/dpa
Stockholm

Der in Schweden wegen Vergewaltigung zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilte Franzose Jean-Claude Arnault will in Berufung gehen. Das zuständige Berufungsgericht (Svea Hovrätt) bestätige am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Aftonbladet“. Arnault, Auslöser des Eklats um den für dieses Jahr abgesagten Literaturnobelpreis, sitzt derzeit in Haft. Im Berufungsantrag fordert sein Anwalt, das Urteil wegen Vergewaltigung und den Haftbefehl gegen ihn aufzuheben. Ein Termin für eine erneute Gerichtsverhandlung steht noch nicht fest.

Der 72-jährige Jean-Claude Arnault ist Ausgangspunkt des Skandals um den abgesagten Literaturnobelpreis. Der in Stockholms Kulturszene prominente Franzose ist mit Katarina Frostenson verheiratet, die der Schwedischen Akademie angehört. Die Akademie vergibt jedes Jahr den Literaturnobelpreis. In diesem Jahr wurde die Verleihung abgesagt, weil sich die Mitglieder zerstritten hatten. Grund waren unterschiedliche Auffassungen darüber, wie man mit den Vorwürfen gegen Arnault umgehen sollte.

Arnault wird neben Vergewaltigung auch sexuelle Belästigung vorgeworfen

Arnault werden – neben Vergewaltigung – auch mehrere Fälle sexueller Belästigung vorgeworfen. Außerdem sollen er und seine Frau sich selbst Fördergelder zugeschanzt haben und auch Namen von Nobelpreisträgern nicht geheim gehalten haben. Da es einen regen Wettbetrieb rund um die Preise gibt, kann das durchaus lukrativ gewesen sein.

Am 1. Oktober verurteilte ein schwedisches Gericht Arnault zu zwei Jahren Haft. Er bestreitet die ihm vorgeworfenen Taten aus dem Jahr 2011. Eine Anklage wegen Korruption wurde hingegen aus Mangel an Beweisen fallengelassen.

Von RND/dpa