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Panorama Von U-Bahnfahrer vergewaltigt – Empörung über MVG-Angebot
Nachrichten Panorama Von U-Bahnfahrer vergewaltigt – Empörung über MVG-Angebot
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14:56 24.10.2018
Eine U-Bahn der Münchner Verkehrsbetriebe (MVG) Zug fährt am Marienplatz ein Quelle: Peter Kneffel/dpa
München

Vor dem Münchner Amtsgericht hat ein U-Bahnfahrer am Mittwoch den Übergriff auf die junge Frau gestanden. Er wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt.

Mitte Juni war die betrunkene 18-Jährige in einer Bahn der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eingeschlafen und an der Endhaltestelle am Klinikum Großhadern nicht ausgestiegen. In der Wendeanlage verging sich der 58-Jährige dann an der Frau, begrapschte und vergewaltigte sie. Erst als der Zugführer die Fahrt fortführen musste, ließ er von ihr ab.

Doch nicht nur das Verhalten des Fahrers sorgt in München für Entsetzen. Auch die Verkehrsgesellschaft rief mit einem fragwürdigen Angebot Empörung hervor.

„Es ging nicht um eine Entschädigung“

Laut dem „Merkur“ soll die MVG die junge Frau telefonisch zu einer Party-Fahrt mit einer Straßenbahn eingeladen haben. „Dieses Angebot hat mich sehr verletzt, ich habe mit den Tränen gekämpft“, zitiert die Zeitung die 18-Jährige. Anschließend soll der Mitarbeiter per SMS nachgefragt haben, ob sie die Fahrt antreten wolle.

„Es ging nicht um eine ’Entschädigung’ oder Wiedergutmachung, sondern schlichtweg um ein Zeichen unserer Anteilnahme und Unterstützung. Wir wollten unsere Bestürzung über die mutmaßliche Tat und unser aufrichtiges Bedauern zum Ausdruck bringen“, heißt es in einem Statement der Verkehrsbetriebe.

Zusätzliche zu dem Statement reagierte die MVG mit personellen Konsequenzen. Neben dem U-Bahnfahrer wurde auch der Mitarbeiter, der der Frau das Angebot unterbreitet hatte, entlassen.

Von RND/mkr/dpa

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