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Politik 15 Grüne wollen Spitzenkandidat werden
Nachrichten Politik 15 Grüne wollen Spitzenkandidat werden
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14:46 18.09.2012
Die Grünen-Prominenz bekommt reichlich Konkurrenz - die Urwahl der Grünen-Spitzenkandidaten wird zum Tummelplatz der Basis. Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Am Montagabend wurde die Kandidatenliste auf der Grünen-Homepage freigeschaltet. Gesucht wird ein Duo aus einem Mann und einer Frau oder mit zwei Frauen.

Seit Wochen bekannt ist, dass die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin, Parteichefin Claudia Roth und die Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt sich bewerben. Weil sie sich nicht einigen konnten, wurde die Urwahl erst nötig.

Beworben hatten sich zudem die Parteimitglieder Patrick Held, Markus Meister, Franz Spitzenberger und Werner Winkler. Von der Basis dazugekommen sind nun noch Thomas Austermann (Essen), Nico Hybbeneth (Wiesbaden), Roger Jörg Kuchenreuther (Bamberg-Land), Alfred Mayer (Berg am Laim), Friedrich Wilhelm Merck (Harburg), Hans-Jörg Schaller (Berlin) und Peter Zimmer (Rottal-Inn). Unter den bisher unbekannten Namen sind Jüngere und Ältere - aber keine Frau.

Ab diesem Freitag sollen die Kandidaten in elf Veranstaltungen in den Ländern aufeinandertreffen - in Hannover geht es los. Die Partei veranschlagt für Anreise und Unterkunft der Kandidaten insgesamt 90 000 Euro. Die Debattenrunden werden teilweise im Internet übertragen.

Die Urwahl-Organisatoren aus der Parteizentrale riefen die Mitglieder in einem Schreiben zur Teilnahme auf: "Die Zahl der Bewerbungen zeigt, dass reges Interesse an dieser ersten Urwahl besteht." Aus dem in der deutschen Parteiengeschichte einmaligen Vorhaben solle ein Erfolg werden.

Bis spätestens 9. November soll feststehen, wer das geplante Spitzen-Duo der Grünen im Wahlkampf wird. Alle knapp 60 000 Grünen-Mitglieder können zuvor bis zum 30. Oktober wählen. Vom 4. bis spätestens 9. November werden die Unterlagen ausgezählt.

Das Ergebnis soll rechtlich bindend sein. Man hat zwei Stimmen. Dabei dürfen nicht zwei Stimmen auf zwei männliche Bewerber entfallen und nicht beide Stimmen auf eine Person vereint werden.

dpa

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