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Politik Es geht wieder bergauf für die Parteien
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08:01 17.03.2018
Von Ulf B. Christen
Lässig die Hand auf die Schulter gelegt: Daniel Günther (links) begrüßt Moritz Petersen aus Gettorf als 20 000. Mitglied der CDU in Schleswig-Holstein. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

„Die Parteien erleben eine kleine Renaissance“, sagte Günther. „Bei den Menschen wächst das Bewusstsein, dass unsere Demokratie nicht gottgegeben ist.“ Der Kieler Politikwissenschaftler Wilhelm Knelangen spricht von einer „generellen Politisierung“ der Gesellschaft. „Mit Donald Trump, dem Brexit und einem allgemein erstarkenden Rechtspopulismus ist wieder das Gefühl für das Politische gestiegen.“ Hinzu kommen, das räumt Günther ein, hausgemachte Gründe. Landtagswahlen wie 2017 und Kommunalwahlen wie die im Mai locken Neu-Mitglieder an.

Der Aufwärtstrend bei den Volksparteien ist gleichwohl bemerkenswert. „Die Zahl der CDU-Mitglieder steigt Monat für Monat“, berichtet Günther. „Viele Neu-Mitglieder wollen aktiv werden." Der Jubiläums-Christdemokrat Moritz Petersen (26) aus Gettorf gehört nicht dazu. „Ich glaube nicht, dass ich das zeitlich schaffen kann“, berichtet der Kältetechniker. „Ich arbeite 14 Stunden am Tag.“ Petersen stammt aus einer CDU-nahen Familie, macht seit Jahren sein Kreuz bei der Union, schüttelt Günther aber bei der Übergabe der Mappe mit CDU-Infos im Fischrestaurant Gosch erstmals die Hand.

Die Zuwächse bei der SPD lassen sich auch durch zwei Sondereffekte erklären, den Schulz-Hype vor einem Jahr sowie die Juso-Kampagne „Tritt ein, Stimm nein“ vor dem Mitgliederentscheid. Nach dem Pro-GroKo-Votum gebe es keine Austrittswelle, betont eine SPD-Sprecherin. Eine Zwischenbilanz könne man aber erst Anfang April ziehen. Bei der FDP geht es nach einer Achterbahnfahrt aufwärts, bei den Grünen fast stetig voran. Der SSW hat sich nach Schwundjahren erholt und zählt 3500 Mitglieder.

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