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16:39 03.08.2013
Die Taliban dementieren, dass die Attentäter aus ihren Reihen stammen. Quelle: Abdul Mueed
Kabul

Auch ein erwachsener Zivilist und die drei Attentäter seien ums Leben gekommen, sagte der Polizeichef der Provinz Nangarhar, Scharifullah Amin.

22 Menschen seien bei dem Anschlag am Samstag in der Provinzhauptstadt verletzt worden. Aus der indischen Botschaft in Kabul hieß es, Inder seien nicht zu Schaden gekommen. Die Wucht der Detonation habe lediglich die Fensterscheiben des Konsulats zerstört.

"Das Ziel der Attentäter war das indische Konsulat in Dschalalabad, aber sie wurden von der Polizei rund 100 Meter vor dem Konsulat identifiziert und zündeten ihren Sprengstoff in der Nähe einer Moschee", sagte Amin. In dem Gotteshaus seien Kinder zum Koranstudium versammelt gewesen.

Die Taliban wiesen jede Verantwortung für den Anschlag zurück. Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass die Zahl der getöteten Zivilisten in Afghanistan im ersten Halbjahr 2013 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum wieder um 14 Prozent angestiegen sei. Für die meisten der 1319 Toten machten die UN Aufständische wie die Taliban verantwortlich.

Die indische Botschaft in Kabul war 2008 und 2009 zum Ziel von Selbstmordanschlägen geworden. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen mehr als 70 Menschen getötet. 2008 waren unter den Toten auch vier Inder. Indien ist traditionell ein Gegner der Taliban, deren Ende 2001 gestürztes Regime vom indischen Erzfeind Pakistan protegiert wurde. Pakistan kritisiert die indischen Konsulate in afghanischen Grenzstädten als Horchposten der Inder.

Die indische Regierung verurteilte den Anschlag und erhob indirekt Vorwürfe gegen Pakistan. "Dieser Angriff hat ein weiteres Mal gezeigt, dass die Hauptbedrohung für Afghanistans Sicherheit und Stabilität vom Terrorismus und der Terrormaschinerie herrührt, die weiterhin von hinter der Grenze aus arbeitet", teilte das Außenministerium in Neu Delhi mit. Indien werde sich durch den Anschlag nicht von seiner Hilfe für Afghanistan abbringen lassen.

Die Taliban warnten die ausländischen Truppen am Samstag vor der geplanten Nato-Folgemission in Afghanistan nach dem Auslaufen des internationalen Kampfeinsatzes Ende 2014. "Wir akzeptieren die Anwesenheit ausländischer Invasionssoldaten unter keinen Umständen", sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid nach der Mitteilung. Die Kämpfe gegen die internationalen Truppen würden dann fortgesetzt.

dpa

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