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Politik AfD-Wahlhelfer zieht Waffe gegen Kritiker
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22:04 23.10.2018
Für einen demokratischen Wahlkampf eigentlich ungeeignet: eine Pistole (Symbolbild). Quelle: Daniel Karmann/dpa
Frankfurt

Ein Streit zwischen einem AfD-Wahlkampfhelfer und einem Gegner in Frankfurt hat ein polizeiliches Nachspiel. Die Polizei berichtete am Dienstag auf Anfrage, dass die hinzugerufenen Beamten am Sonntagabend im Stadtteil Seckbach eine Schusswaffe sichergestellt hätten. Zuvor hatte die Tageszeitung „Junge Welt“ über den Vorfall berichtet.

Nach Angaben der Polizei hatte der AfD-Helfer Flyer der Partei verteilt. Daraufhin sei er von einem Kritiker angesprochen worden, was zu einem handfesten Streit geführt habe. „Plötzlich tauchte eine Schusswaffe auf“, sagte der Sprecher. Die zuvor alarmierten Polizeibeamten hätten die Waffe sichergestellt. Die beiden Männer hätten einander wegen Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung angezeigt.

Ob die Waffe scharf war und wer sie bei sich getragen hatte, wollte ein Sprecher der Polizei nicht sagen. Der hessische AfD-Landessprecher Robert Lambrou wies darauf hin, dass es sich bei dem Wahlkämpfer nicht um ein AfD-Mitglied handle. Der Mann gelte allerdings als besonders gefährdet und sei daher berechtigt, eine Schusswaffe bei sich zu führen. Die habe er erst dann gezogen und „gezeigt“, als ihn der Angreifer mehrmals geschubst habe und die Lage zu eskalieren drohte.

Mehrere Medien berichteten, dass es sich bei dem Wahlhelfer um den Vater einer Kandidaten der AfD-Landesliste handelte, der als scharfer Islamkritiker gilt.

Von pach/dpa/RND

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