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Politik Andresen und Leidreiter sollen zur Wahl
Nachrichten Politik Andresen und Leidreiter sollen zur Wahl
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17:18 23.09.2018
Der Grünen-Landesvorsitzende Steffen Regis (links), die beiden schleswig-holsteinischen Bewerber für die Bundesliste für die Europa-Wahl Rasmus Andresen und Anna Leidreiter, sowie Co-Landesvorsitzende Anna Tranziska stehen beim Landesparteitag auf der Bühne.  Quelle: Birgitta Gyldenfeldt/dpa
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Der Vorstand hofft, dass auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen im November mindestens ein Schleswig-Holsteiner auf einen aussichtsreichen Listenplatz für die Europawahl gewählt wird.

Leidreiter setzte sich mit 93 zu 13 Stimmen gegen Resy de Ruijsscher durch, die auf dem Parteitag spontan ihre Bewerbung einreichte. Die 32-jährige Leidreiter aus dem Kreisverband Segeberg nennt die Energiewende ihr "Herzensthema". Sie tritt unter anderem für einen europäischen Kohle- und Atomausstieg ein. Der World Future Council (Weltzukunftsrat), für den Leidreiter arbeitet, wurde 2007 gegründet. Die Stiftung identifiziert zukunftsweisende Politikansätze für eine nachhaltige Entwicklung und unterstützt deren Umsetzung.

Der Flensburger Andresen gewann die Abstimmung mit 75 Stimmen klar vor Manfred Sallach (18) und Philipp Schmagold (20). Der 32-jährige Andresen begründete seine Kandidatur unter anderem mit dem Aufkommen des Nationalismus in Europa und mit seinen persönlichen Erfahrungen mit Dänemark.

Die Grünen wollen ihre Bundesliste für die Europa-Wahl auf der Bundesdelegiertenkonferenz vom 9. bis 11. November in Leipzig wählen. Der bisherige norddeutsche EU-Abgeordnete der Grünen, Jan Philipp Albrecht, hat im September die Nachfolge von Robert Habeck als Umweltminister in Kiel angetreten.

Grußwort vom neuen Jan Philipp Albrecht

Albrecht, der bis zur Amtsübernahme in Kiel, für die norddeutschen Grünen im Europaparlament saß und als Gast auf dem Parteitag war, betonte in einem kurzem Grußwort: "Europa sind wir alle. Das müssen wir ins Land tragen."

Zuvor hatten die Landesvorsitzenden Anna Tranziska und Steffen Regis die Delegierten und zahlreichen Besucher des Parteitags auf die Europa-Wahl im Mai kommenden Jahres eingestimmt. "Wir stehen mit der kommenden Wahl des Europäischen Parlaments vor einer Machtfrage in Europa, die alles verändern kann", sagte Tranziska bei der Vorstellung des Leitantrages "Europa kann mehr".

In vielen Ländern seien autoritär-nationalistischen Parteien auf dem Vormarsch, sagte Tranziska. "Wir halten ihnen ein proeuropäisches, liberales Weltbild entgegen." Nur im Miteinander könne die Europäische Union stark agieren und die Interessen ihrer Bürger gegen Kommerzialisierung und Privatisierung durchsetzen. Zur europäischen Zusammenarbeit gebe es keine gute Alternative.

Von dpa

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