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Politik Anwalt nahm Trump-Äußerungen zu Zahlungen an Playmate auf
Nachrichten Politik Anwalt nahm Trump-Äußerungen zu Zahlungen an Playmate auf
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21:16 20.07.2018
Damals war die Laune noch gut: Donald Trump (r.) und sein derzeitiger Anwalt Rudy Giuliani im November 2016 im Trump National Golf Club Bedminster in New Jersey (USA). Quelle: AP
New York

Das berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Trumps Anwalt Rudy Giuliani am Freitag. Der Vorgang wurde der Nachrichtenagentur AP auch aus Kreisen der Cohen-Ermittlungen bestätigt. Es handele sich um Karen McDougal, die wie die Pornodarstellerin Stormy Daniels sagt, sie habe eine Affäre mit Trump gehabt. In ihrem Fall sei das 2006 gewesen. Trump bestreitet das. Giuliani sagte, es sei über Zahlungen diskutiert, aber nie tatsächlich eine geleistet worden. Trump habe Cohen gesagt, falls er eine Zahlung machen sollte, würde dies per Scheck geschehen, damit sie dokumentiert werden könne. „Nichts in dem Gespräch legt nahe, dass er irgendetwas im voraus wusste“, wird Giuliani zitiert. „Im großen Ganzen ist das mächtig entlastendes Beweismaterial.“ 

Die Bundespolizei FBI habe die zweiminütigen Tonaufzeichnungen bei einer Durchsuchung von Cohens Büro im April beschlagnahmt. Sie seien 2016 zwei Monate vor der Wahl Trumps zum Präsidenten gemacht worden. Das „Wall Street Journal“ berichtete kurz vor der Wahl im November, die von Trumps Unterstützer David Pecker herausgegebene Zeitung „National Enquirer“ habe McDougal 150.000 Dollar gezahlt. Damals sagte die Sprecherin von Trumps Wahlkampfteam, Hope Hicks: „Uns ist davon nichts bekannt.“

Cohen, der mehr als zehn Jahre für Trump arbeitete, reagierte am Freitag zunächst nicht auf Anfragen. Sein Anwalt Lanny Davis lehnte gegenüber der „Times“ eine Stellungnahme ab.

Von RND/AP