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BUND: Industrielle Tierhaltung macht Nord- und Ostsee kaputt

Umwelt BUND: Industrielle Tierhaltung macht Nord- und Ostsee kaputt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung und die norddeutschen Küstenländer dazu aufgerufen, mehr für den Schutz der massiv durch Gülle und Plastikmüll belasteten Ost- und Nordsee zu tun.

Kiel. "Größtes Umweltproblem für unsere Meere ist zunehmend die industrielle Landwirtschaft mit ihren großen Massentierhaltungsanlagen - es kommt zu viel Dünger und Gülle auf die Felder, über die Flüsse landen sie in den Meeren", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger am Dienstag in Kiel.

Während die Niederlande und Dänemark ihre Agrarpolitik geändert hätten, werde Deutschland seit etwa zehn Jahren zum Eldorado der industriellen Massentierhaltung - und ein Ende der Entwicklung sei nicht abzusehen, kritisierte Weiger. Er forderte die norddeutschen Länder und die Bundesregierung auf, sich für eine grundlegende Änderung der EU-Förderung der Landwirtschaft einzusetzen. Im Herbst sollen die Weichen für die neue siebenjährige EU-Förderperiode von 2014 an gestellt werden. Statt der pauschalen Grundförderung von 300 Euro je Hektar müsse die Vergabe künftig an ökologische Kriterien geknüpft werden, forderte Weiger.

dpa

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