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Politik Bagdad: Selbstmordattentäter tötet viele Menschen
Nachrichten Politik Bagdad: Selbstmordattentäter tötet viele Menschen
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20:21 02.01.2017
Erst am Sonnabend hatten zwei Selbstmordattentäter auf einem belebten Markt im Zentrum von Bagdad mindestens 27 Menschen mit in den Tod gerissen. Quelle: EPA
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Bagdad

Der Anschlag ereignete sich an einer Straßenkreuzung im mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadtteil Sadr City, an der zahlreiche Tagelöhner auf Arbeit warteten. Das dicht besiedelte Viertel im Nordosten der irakischen Hauptstadt ist immer wieder Ziel von Anschlägen. Der Angreifer sprengte sich mit einem Fahrzeug in die Luft, wie Augenzeugen am Montag berichteten. Die Nachrichtenagentur dpa meldete mindestens 13 Tote, nach Angaben von afp starben sogar mindestens 32 Menschen. Auf Bildern im Internet waren eine schwarze Rauchwolke und mehrere Schwerverletzte zu sehen.

Frankreichs Präsident Hollande zu Besuch im Irak

Der Anschlag ereignete kurz nach dem Eintreffen des französischen Präsidenten François Hollande in Bagdad. Zunächst erklärte niemand, den Anschlag verübt zu haben. Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat hatte in der Vergangenheit die Verantwortung für unzählige Attentate im Irak übernommen. Diese richten sich vor allem gegen die Mehrheit der Schiiten im Land.

Am Wochenende hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak zwei Anschläge mit mehr als 30 Toten verübt: Auf einem belebten Markt im Zentrum von Bagdad rissen zwei Selbstmordattentäter am Samstag mindestens 27 Menschen mit in den Tod. Am Sonntag kamen durch ein Attentat auf einen Kontrollposten bei Kadissijah, 70 Kilometer südlich der heiligen schiitischen Stadt Nadschaf, sieben Tote hinzu.

Die sunnitische IS-Miliz wird seit Wochen von Regierungstruppen in ihrer letzten verbliebenen irakischen Hochburg Mossul in die Enge getrieben. Dies hindert die Dschihadistengruppe jedoch nicht daran, in Bagdad und anderen Städten immer wieder Anschläge auf Zivilisten zu verüben. Opfer sind häufig schiitische Muslime, sie sind den sunnitischen IS-Kämpfern verhasst.

Von dpa/RND

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