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Politik Ministerin Prien will mehr Lehrer
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08:00 23.06.2018
Von Christian Hiersemenzel
Lehrermangel: Bildungsministerin Karin Prien (CDU) mahnt das milliardenschwere Digitalpaket des Bundes an. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Deutschland investiert immer mehr Geld in Kindergärten, Schulen, Universitäten und Fortbildungsinstitute. Deutschlandweit betragen die Ausgaben inzwischen mehr als 280 Milliarden Euro im Jahr. Das sind neun Prozent des Bruttoinlandsproduktes, heißt es in dem am Freitag in Berlin veröffentlichten Bildungsbericht im Auftrag der Kultusministerkonferenz. Auch der allgemeine Bildungsstand wuchs: 31 Prozent der Bevölkerung hatten 2016 Abitur (2006: 23 Prozent), 17 Prozent sogar einen Hochschulabschluss (2006: zwölf Prozent). Auf der anderen Seite verließen mit sechs Prozent wieder mehr Jugendliche die Schule ohne Hauptschulabschluss. Der Anstieg sei vornehmlich auf ausländische Jugendliche zurückzuführen, stellten die Experten fest, und: Die Kluft zwischen Kindern und Jugendlichen mit großen und schlechten Chancen drohe weiter zu wachsen.

Bund muss unterstützen

„Der Bericht zeigt deutlich: Bildung ist und bleibt der Garant für einen erfolgreichen beruflichen Lebensweg“, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Zugleich wies sie auf den „dramatisch“ steigenden Personalbedarf an Lehrern und Erziehern hin. Ihr Haus verhandle mit Universitäten über eine Steigerung des Ausbildungsangebotes, nehme mehr Lehrer in den Vorbereitungsdienst auf und fördere Quer- und Seiteneinsteiger. Allerdings sei eine Unterstützung des Bundes unverzichtbar. Die versprochenen Milliarden aus dem Digitalpakt müssten schnell fließen.

Prien forderte eine stärkere Kooperation zwischen den Ländern. Sie halte die geplante Einrichtung eines nationalen Bildungsrats und den angestrebten Bildungsstaatsvertrag zwischen den Ländern für den richtigen Weg.

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