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17:06 19.08.2013
Olaf Scholz stand den Schülern Rede und Antwort. Quelle: C. Charisius/Archiv
Hamburg

Bei den Fragen ging es am Montag auch um Arbeitslosigkeit, Kostenexplosion bei der Elbphilharmonie, Waffenexporte, Klimaschutz oder den Volksentscheid zum Rückkauf der Energienetze.

So mahnte etwa ein Schüler - natürlich in Frageform - an, dass beim Volksentscheid zwar erstmals 16- und 17-jährige Jugendliche mitmachen dürften, das Informationsmaterial aber recht dürftig sei und das Thema in der Schule kaum vorkomme. "Das ist nicht ganz einfach, solche Informationen zu produzieren, weil es ja unterschiedliche Meinungen gibt", sagte Scholz. Wenn etwa der Senator die Meinung des Senats verträte, ärgerte dies etwa die Befürworter des Volksentscheids, erläuterte der Bürgermeister, um dann doch recht ausgiebig zu begründen, warum ein Rückkauf der Netze für die Stadt zu teuer wäre.

Die Schüler trieb aber unter anderem auch die Sorge um die in Hamburg gestrandeten Flüchtlinge aus Italien um. Sie wollten wissen, was die Stadt ihnen anbieten könne. Scholz verwies dabei auf die Regeln des Rechtsstaats, der einen Aufenthaltstitel für ganze Gruppen - wie von "Lampedusa"-Flüchtlingen gefordert - nicht vorsieht. "Asyl für Flüchtlinge ist immer individuell. (...) Man kann nicht sagen, wir sind 200, wir sagen nicht, wer wir sind und wir stellen auch keine Anträge, aber wir wollen bleiben können."

Trotz der teils gewichtigen Fragen wollten die Schüler aber auch wissen, wie man Bürgermeister wird, ob Scholz' Vater auch schon Bürgermeister war (Scholz: "Nein") oder ob der Regierungschef im Rathaus wohne. "Ich wohne immer wie seit vielen, vielen Jahren zur Miete irgendwo in einem zweiten Stock in Altona-Altstadt."

dpa

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