Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Politik Bundesregierung sieht Erfolge im Kampf gegen Kinderpornos
Nachrichten Politik Bundesregierung sieht Erfolge im Kampf gegen Kinderpornos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:08 04.09.2018
Das Bundeskriminalamt hat im vergangenen Jahr zahlreiche Kinderpornografie-Inhalte aus dem Internet löschen lassen. Quelle: Arne Dedert/dpa
Berlin

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 in knapp 6000 Fällen Provider in In- und Ausland um die Löschung von Webseiten mit Kinderpornografie gebeten. Das geht aus einem neuen Bericht der Bundesregierung hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt und am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden soll.

Demnach prüfte das BKA im vergangenen Jahr 5977 Hinweise zu kinderpornografischen Inhalten. „Davon wurden 5938 Hinweise an die jeweiligen Provider weitergeleitet, um eine Löschung der Inhalte zu bewirken“, heißt es in der Kabinettsvorlage von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU). Von den weitergeleiteten Hinweisen betrafen 84 Prozent Server im Ausland, und 16 Prozent Server im Inland. 2016 hatte das BKA 2721 Hinweise weitergeleitet – deutlich weniger als 2017.

Laut Bericht waren 60 Prozent der gemeldeten inländischen Inhalte „spätestens zwei Tag nach Eingang des Hinweises beim BKA“ gelöscht. Nach einer Woche habe die Löschquote bei 97 Prozent gelegen. Dagegen nahm die Löschung von kinderpornografischen Seiten im Ausland mehr Zeit in Anspruch. 60 Prozent der Inhalte waren den Angaben zufolge innerhalb von einer Woche gelöscht.

Aus Sicht der Bundesregierung hat sich das Vorgehen bewährt. „Die weiterhin hohen Löschquoten und die kurzen Bearbeitungszeiten sind ein Beleg dafür, dass das Konzept ‚Löschen statt Sperren‘ insgesamt wirkungsvoll ist“, heißt es in dem Regierungsbericht.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Da Italien kaum noch Bootsflüchtlinge an Land lässt, suchen mehr Migranten den Weg nach Spanien. Allein am Dienstag wurden fast 200 Flüchtlinge in der Meerenge von Gibraltar gerettet, am Tag zuvor waren es mehr als 600.

04.09.2018

Zwei Tatverdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft. Nun hat die Polizei Chemnitz einen dritten Mann ermittelt. Er soll für den Tod des 35-jährigen Daniel H. mitverantwortlich sein. Die Öffentlichkeitsfahndung läuft.

04.09.2018
Politik Sammlungsbewegung „Aufstehen“ - Die nächste Bundestagswahl im Fokus

80 Initiatoren, knapp mehr als 100.000 Mitglieder: Die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ hat sich zum Ziel gesetzt, wieder mehr Menschen für Politik zu begeistern und eine Annäherung von Linken, SPD und Grünen zu ermöglichen. Das Ziel: Eine politische Wende in Deutschland.

04.09.2018