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De Jager will den Neuanfang

CDU-Parteitag in Neumünster De Jager will den Neuanfang

CDU-Landeschef Jost de Jager hat seine Partei aufgefordert, den „programmatischen und thematischen Neuanfang“ zu suchen. Dabei müsse die Nord-CDU wieder stärker auf das „Mannschaftsspiel“ setzen, statt die Arbeit auf eine Person zuzuschneiden.

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Jost de Jager ruft seine Partei in Neumünster zur Geschlossenheit auf.

Quelle: dpa

Neumünster. Der Landesausschuss befasste sich am Montagabend in Neumünster mit der Auswertung der Landtagswahl vom 6. Mai. Die CDU war zwar mit einem hauchdünnen Vorsprung wieder stärkste Partei geworden, hatte aber mit nur 30,8 Prozent der Stimmen zugleich das schlechteste Ergebnis seit 1950 eingefahren. Die knapp 100 Delegierten beschlossen, wieder einmal eine Kommission einzusetzen. Es gab allerdings auch manch kritische Töne.

Viele in der Partei fühlten sich nicht genug mitgenommen, sagte de Jager. Die Führung einer Volkspartei sei jedoch keine „One-Man-Show“. Der ehemalige CDU-Spitzenkandidat, der selbst den Einzug in den Landtag verfehlt hatte, rief dem „kleinen Parteitag“ zu: „Wir müssen uns die Zeit nehmen, gründlich zu diskutieren, wie wir uns als Partei wiederentdecken.“ Ziel sei es, im Vorwege der Kommunalwahl und der Bundestagswahl 2013 zu „gewohnter Stärke“ zurückzufinden. Die Nord-CDU dürfe nun in ihrer Oppositionsarbeit „nicht zu kleinteilig“ werden. Es komme darauf an, auch immer wieder die Gegenentwürfe zum Regierungshandeln zu liefern und so die „Meinungshoheit“ zu behalten. Die Dänen-Ampel sei eine „schwache Regierung“, erklärte der 47-Jährige. Er betonte mit Blick auf die Neuwahl des Landesvorstandes Ende November: „Ich bin bereit, für unsere Landespartei weiterhin Verantwortung zu übernehmen.“ Aber: „Dies wird auf Dauer nur gehen mit einem Mandat.“ De Jager bewirbt sich nun im Bundestagswahlkreis Flensburg-Schleswig als Nachfolger des scheidenden Abgeordneten Wolfgang Börnsen. „Ich finde, dass ich gar nicht so ein schlechter Kandidat bin.“ Er habe als Wirtschafts- und Wissenschaftsminister unter Beweis gestellt, dass er die Interessen der Region vertreten könne. Und er wohne in Eckernförde – also nur einen Steinwurf von dem Wahlkreis entfernt. De Jager hat allerdings mit der Juristin Sabine Sütterlin-Waack eine Gegenkandidatin. Entschieden wird auf einer Mitgliederversammlung am 1. Oktober.

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Ein Artikel von
Uta Wilke
Redaktion Lokales Kiel/SH